Kolumba
Kolumbastraße 4
D-50667 Köln
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Oktober 2016 – Ende offen
Backsteinwände trocknen
Warum Kolumba eingerüstet ist

Nein, es ist keine Aktion im Jubiläumsjahr: Die Einrüstung der Westwände von Kolumba ist ein Ergebnis der seit mehreren Jahren durchgeführten Untersuchungen zur Durchfeuchtung der Außenwände. Befund ist, dass die bis zu 60 cm dicken und ohne Trennfuge gemauerten Backsteinwände bei Regenwetter mehr Feuchtigkeit aufnehmen, als sie in trockenen Perioden abgeben. Vor allem in den drei Turmräumen des Museums ist dieser nicht vorhergesehene Effekt als Schadensbild seit längerem sichtbar. Der Schweizer Architekt Peter Zumthor hatte unter Beteiligung von Fachingenieuren und den Hochschulen in Aachen und Köln einen Mauerwerksprototypen entwickelt, der mit länglich-flachen Ziegeln aus Dänemark (Petersen-Tegl) auf breiten Lagerfugen das historische Ruinenmauerwerk der kriegszerstörten Kolumba-Kirche fugenlos überspannt. Offenbar trotzt die monolithische Mauerwerkskonstruktion dem rheinischen Klima mit seinem hohen Schlagregenanteil aus westlicher Richtung nicht genügend. Die Feuchteempfindlichkeit des inneren Lehmputzes befördert zusätzlich die Bildung kleinerer Ausblühungen. In derzeit laufenden Testreihen bauphysikalischer Institute werden Lösungsmöglichkeiten geprüft. Bevor eine Optimierung in Angriff genommen werden kann, dient die Einrüstung des Gebäudes dazu, die Westwände zu trocknen.

Street-Art Projekt
Als Kunstmuseum des Erzbistums Köln verbinden wir die Notwendigkeit der Maßnahme mit einer aussichtsreichen Chance: Die straßenläufigen Gerüstwände werden im Wechsel mehrerer Monate von Akteuren aus den Bereichen Graffiti, Street Art und Kunst im öffentlichen Raum gestaltet. Das Projekt wird kuratiert von Leonie Gehrke und Johannes Stahl.


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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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KOLUMBA :: Aktuell :: Gerüst an der Fassade

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Backsteinwände trocknen
Warum Kolumba eingerüstet ist

Nein, es ist keine Aktion im Jubiläumsjahr: Die Einrüstung der Westwände von Kolumba ist ein Ergebnis der seit mehreren Jahren durchgeführten Untersuchungen zur Durchfeuchtung der Außenwände. Befund ist, dass die bis zu 60 cm dicken und ohne Trennfuge gemauerten Backsteinwände bei Regenwetter mehr Feuchtigkeit aufnehmen, als sie in trockenen Perioden abgeben. Vor allem in den drei Turmräumen des Museums ist dieser nicht vorhergesehene Effekt als Schadensbild seit längerem sichtbar. Der Schweizer Architekt Peter Zumthor hatte unter Beteiligung von Fachingenieuren und den Hochschulen in Aachen und Köln einen Mauerwerksprototypen entwickelt, der mit länglich-flachen Ziegeln aus Dänemark (Petersen-Tegl) auf breiten Lagerfugen das historische Ruinenmauerwerk der kriegszerstörten Kolumba-Kirche fugenlos überspannt. Offenbar trotzt die monolithische Mauerwerkskonstruktion dem rheinischen Klima mit seinem hohen Schlagregenanteil aus westlicher Richtung nicht genügend. Die Feuchteempfindlichkeit des inneren Lehmputzes befördert zusätzlich die Bildung kleinerer Ausblühungen. In derzeit laufenden Testreihen bauphysikalischer Institute werden Lösungsmöglichkeiten geprüft. Bevor eine Optimierung in Angriff genommen werden kann, dient die Einrüstung des Gebäudes dazu, die Westwände zu trocknen.

Street-Art Projekt
Als Kunstmuseum des Erzbistums Köln verbinden wir die Notwendigkeit der Maßnahme mit einer aussichtsreichen Chance: Die straßenläufigen Gerüstwände werden im Wechsel mehrerer Monate von Akteuren aus den Bereichen Graffiti, Street Art und Kunst im öffentlichen Raum gestaltet. Das Projekt wird kuratiert von Leonie Gehrke und Johannes Stahl.