Kolumba
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1972 – 1989
Museum im Kuriengebäude (Roncalliplatz)
Walter Schulten

Mit der Wiedereröffnung in den Räumen des Kuriengebäudes (Roncalliplatz 2) am 7. August 1972 kehrte das Museum an seinen historischen Standort an der Südseite der Kathedrale zurück. Bernhard Matthäi wird 1973 der erste fachlich ausgebildete Restaurator des Museums. Schon bald nach der Eröffnung wurde klar, dass die Räumlichkeiten für größere Ausstellungen zu eng bemessen waren. Wünsche und Pläne zur Erweiterung im Bereich eines benachbarten Parkplatzes wurden aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht. 1975 fand eine von Hatto Küffner und Bernhard Matthäi vorbereitete Rosenkranz-Ausstellung statt. Dank neuer Erwerbungen bildete eine umfangreiche Sammlung von Rosenkränzen einen neuen Schwerpunkt in den Museumsbeständen. 1978 veröffentlichte Walter Schulten, der 1969 die Führung des Museums übernommen hatte, unter dem Titel »Kostbarkeiten in Köln« den ersten Sammlungskatalog seit 1936. Zahlreiche Exponate aus dem Kölner Dom, die das Domkapitel als Leihgaben zur Verfügung stellte, bereicherten die ständige Ausstellung. Zu diesen gehörten auch die Funde aus beiden Frankengräbern der Domgrabung. An den Veranstaltungen zum Domjubiläum 1980 beteiligte sich das Museum mit einer Ausstellung von religiöser Druckgraphik. 1986 wurde dem ehem. Leiter der Fachklasse für Paramentik an den Kölner Werkschulen (1912-1923) Ferdinand Nigg eine Ausstellung »Ferdinand Nigg – Das kirchliche Textil« gewidmet. Sie fand parallel zur Nigg-Retrospektive im Kölnischen Stadtmuseum statt. Walter Schulten schied 1989 aus dem Amt und Rolf Lauer, Leiter des Dombauarchivs, wurde kommissarisch mit der Leitung des Museums beauftragt. Im gleichen Jahr löste sich der Museumsvorstand auf und das Museum ging satzungsgemäß in die Trägerschaft des Erzbistums über. Alle Leihgaben des Domkapitels kehrten in die Hohe Domkirche zurück. 1990 übernahm der langjährige Kustos am Schnütgen-Museum Joachim M. Plotzek die Funktion als Museumsdirektor. (ms 2003)

Literatur: Ulrike Surmann, Zur Geschichte des Kölner Diözesanmuseums (Textreihe wortwörtlich, Heft 3); 150 Jahre! 1853-2003 (Kolumba – Werkhefte und Bücher, Band 15), Köln 2003; Wolfgang Schmitz, Geschichte des Vereins für christliche Kunst, in: Himmel auf Erden? Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst in Erzbistum Köln und Bistum Aachen eV., Köln 2003, S.18-175


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KOLUMBA :: Museumsgeschichte :: 1972 – 1989

1972 – 1989
Museum im Kuriengebäude (Roncalliplatz)
Walter Schulten

Mit der Wiedereröffnung in den Räumen des Kuriengebäudes (Roncalliplatz 2) am 7. August 1972 kehrte das Museum an seinen historischen Standort an der Südseite der Kathedrale zurück. Bernhard Matthäi wird 1973 der erste fachlich ausgebildete Restaurator des Museums. Schon bald nach der Eröffnung wurde klar, dass die Räumlichkeiten für größere Ausstellungen zu eng bemessen waren. Wünsche und Pläne zur Erweiterung im Bereich eines benachbarten Parkplatzes wurden aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht. 1975 fand eine von Hatto Küffner und Bernhard Matthäi vorbereitete Rosenkranz-Ausstellung statt. Dank neuer Erwerbungen bildete eine umfangreiche Sammlung von Rosenkränzen einen neuen Schwerpunkt in den Museumsbeständen. 1978 veröffentlichte Walter Schulten, der 1969 die Führung des Museums übernommen hatte, unter dem Titel »Kostbarkeiten in Köln« den ersten Sammlungskatalog seit 1936. Zahlreiche Exponate aus dem Kölner Dom, die das Domkapitel als Leihgaben zur Verfügung stellte, bereicherten die ständige Ausstellung. Zu diesen gehörten auch die Funde aus beiden Frankengräbern der Domgrabung. An den Veranstaltungen zum Domjubiläum 1980 beteiligte sich das Museum mit einer Ausstellung von religiöser Druckgraphik. 1986 wurde dem ehem. Leiter der Fachklasse für Paramentik an den Kölner Werkschulen (1912-1923) Ferdinand Nigg eine Ausstellung »Ferdinand Nigg – Das kirchliche Textil« gewidmet. Sie fand parallel zur Nigg-Retrospektive im Kölnischen Stadtmuseum statt. Walter Schulten schied 1989 aus dem Amt und Rolf Lauer, Leiter des Dombauarchivs, wurde kommissarisch mit der Leitung des Museums beauftragt. Im gleichen Jahr löste sich der Museumsvorstand auf und das Museum ging satzungsgemäß in die Trägerschaft des Erzbistums über. Alle Leihgaben des Domkapitels kehrten in die Hohe Domkirche zurück. 1990 übernahm der langjährige Kustos am Schnütgen-Museum Joachim M. Plotzek die Funktion als Museumsdirektor. (ms 2003)

Literatur: Ulrike Surmann, Zur Geschichte des Kölner Diözesanmuseums (Textreihe wortwörtlich, Heft 3); 150 Jahre! 1853-2003 (Kolumba – Werkhefte und Bücher, Band 15), Köln 2003; Wolfgang Schmitz, Geschichte des Vereins für christliche Kunst, in: Himmel auf Erden? Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum des Vereins für christliche Kunst in Erzbistum Köln und Bistum Aachen eV., Köln 2003, S.18-175