Kolumba
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Leiko Ikemura
Skulpturen, Gemälde, Arbeiten auf Papier
21. Oktober 2005 bis 22. Februar 2006

»Versammmlung der Hausgötter. Das Kölner Museum Kolumba besitzt die größte Sammlung von Werken der Japanerin Leiko Ikemura - und zeigt sie in einer facettenreichen Retrospektive«
Bonner General-Anzeiger, 26.10.2005

Wer die Ausstellung der Werke von Leiko Ikemura besucht, sieht sich gefangen in Bildwelten, in denen Verborgenes sichtbar zu werden scheint. Da tanzen Nachtgestalten wie Schimären irrlichternd über die Wände und beschwören finstere Mythen herauf. Dramatisch bewegt, ringend, kämpfend, flüchtend bilden sie einen Gegenpol zu den in sich ruhenden Skulpturen, die in ihrer Unvollständigkeit gleichzeitig fremd und vertraut erscheinen. Die oft kindlichen oder mädchenhaft anmutigen Figuren wirken, als ob sie einen Augenblick innehielten und so einer inneren Bewegung des Verletztseins, des Schmerzempfindens, aber auch des Sichfreuens oder Träumens Raum gäben. Oszillierend zwischen Figur und Gefäß leitet die skulpturale Form organisch von menschlicher in tierische in pflanzliche Natur über, vollkommen selbstverständlich, ohne die kategorialen Grenzen, die dem Intellekt zur Ordnung der Erscheinung so wichtig sind. So entsteht ein besonderer Bilderkosmos, erfüllt von merkwürdigen Wesen, die verschiedenste Facetten von Natur in sich vereinen. Die Erscheinungen sind flüchtig und wandelbar, feste Grenzen verfließen, so wie man es an einem stürmischen Tag am Meer erfahren kann, wenn - wie in Leiko Ikemuras gemalten Reisenotizen - Wasser und Wolken einander im Horizont berühren oder miteinander verschmelzen. - Diese erste Übersicht der in Köln und Berlin lebenden japanischen Künstlerin mit zum Teil nie gezeigten Arbeiten, die seit 1983 enstanden sind, bietet gleichzeitig Einblick in die Sammlung von Kolumba. Die ausgestellten Skulpturen, Gemälde und Arbeiten auf Papier bilden einen monographischen Schwerpunkt der nun in einem begleitenden Werkbuch publiziert wird. (siehe Menü: Publikationen – Werkbuch Leiko Ikemura)


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10/05 Schenkung Egner
08/05 Arma Christi (WJT)
08/05 1st view! (WJT)
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10/04 Monika Bartholomé
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04/04 Max Cole
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11/03 Reliquienkreuze
11/03 Daphne-Test
10/03 Martin Frommelt
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10/00 Kinderzeichnungen
04/00 walkmen
04/00 Über die Wirklichkeit
10/99 Andor Weininger
06/99 Joseph Marioni
02/99 Andy Warhol
09/98 Der unendliche Raum ...
08/98 Glaube und Wissen
05/98 Stephan Baumkötter
04/98 Bernd Ikemann
04/98 Wiederbegegnung 11
01/98 Hildegard Domizlaff
09/97 Wiederbegegnung 10
06/97 Richard Serra
04/97 Manos Tsangaris
03/97 Paul Thek
02/97 Klaus vom Bruch
02/97 Über den Ort: Kolumba
10/96 Über die Ambivalenz
04/96 Chris Newman
02/96 Peter Tollens
02/96 Wolfgang Laib
02/96 Über die Farbe
12/95 Frühchristliche Kunst
12/95 Mischa Kuball
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10/95 Wiederbegegnung 6
09/95 Monika Bartholomé
06/93 Wiederbegegnung 1 bis 5
10/92 Vaticana
 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Archiv :: 10/05 Leiko Ikemura

Leiko Ikemura
Skulpturen, Gemälde, Arbeiten auf Papier
21. Oktober 2005 bis 22. Februar 2006

»Versammmlung der Hausgötter. Das Kölner Museum Kolumba besitzt die größte Sammlung von Werken der Japanerin Leiko Ikemura - und zeigt sie in einer facettenreichen Retrospektive«
Bonner General-Anzeiger, 26.10.2005

Wer die Ausstellung der Werke von Leiko Ikemura besucht, sieht sich gefangen in Bildwelten, in denen Verborgenes sichtbar zu werden scheint. Da tanzen Nachtgestalten wie Schimären irrlichternd über die Wände und beschwören finstere Mythen herauf. Dramatisch bewegt, ringend, kämpfend, flüchtend bilden sie einen Gegenpol zu den in sich ruhenden Skulpturen, die in ihrer Unvollständigkeit gleichzeitig fremd und vertraut erscheinen. Die oft kindlichen oder mädchenhaft anmutigen Figuren wirken, als ob sie einen Augenblick innehielten und so einer inneren Bewegung des Verletztseins, des Schmerzempfindens, aber auch des Sichfreuens oder Träumens Raum gäben. Oszillierend zwischen Figur und Gefäß leitet die skulpturale Form organisch von menschlicher in tierische in pflanzliche Natur über, vollkommen selbstverständlich, ohne die kategorialen Grenzen, die dem Intellekt zur Ordnung der Erscheinung so wichtig sind. So entsteht ein besonderer Bilderkosmos, erfüllt von merkwürdigen Wesen, die verschiedenste Facetten von Natur in sich vereinen. Die Erscheinungen sind flüchtig und wandelbar, feste Grenzen verfließen, so wie man es an einem stürmischen Tag am Meer erfahren kann, wenn - wie in Leiko Ikemuras gemalten Reisenotizen - Wasser und Wolken einander im Horizont berühren oder miteinander verschmelzen. - Diese erste Übersicht der in Köln und Berlin lebenden japanischen Künstlerin mit zum Teil nie gezeigten Arbeiten, die seit 1983 enstanden sind, bietet gleichzeitig Einblick in die Sammlung von Kolumba. Die ausgestellten Skulpturen, Gemälde und Arbeiten auf Papier bilden einen monographischen Schwerpunkt der nun in einem begleitenden Werkbuch publiziert wird. (siehe Menü: Publikationen – Werkbuch Leiko Ikemura)