Kolumba
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Attila Kovács
Studien 1958 bis 1960 / Sequenzen seit 1973
Dezember 2002 bis Februar 2003

»Ich beschäftige mich seit Mitte der 60er Jahre mit Zeit-Strukturen.« Dies sagt in unserem Fall weder ein Physiker noch ein Mathematiker oder Philosoph, sondern ein Maler, dessen Werk eine völlig unverwechselbare Handschrift trägt: Attila Kovács. Seine Malerei basiert nicht auf der Abstraktion wahrnehmbarer Wirklichkeit, sondern allein auf rationalen Festlegungen, die – wie in der Mathematik – synthetisch generiert werden. Auf der Grundlage logischer Parameter entwickelt sich ein additives Programm, dessen Realisation das Bild als sichtbare Form einer Struktur ist. Indem Kovács den Zusammenhang von struktureller Bedingung und visueller Wahrnehmbarkeit untersucht, lässt er in seinen Gemälden die Schönheit der Relativität sichtbar werden: denn Struktur ist mit Form nicht identisch! Diese wichtigste Entdeckung beansprucht universelle Gültigkeit. Während Kovács' erkenntnistheoretischer Ansatz schon 1970 in einem ersten Aufsatz von Max Bense gewürdigt wurde, gilt es seine malerische Qualität noch heute zu entdecken. 48 erstmals ausgestellte Studien, die ab 1959 in völliger künstlerischer Isolation in Budapest entstanden, lassen eindrucksvoll die Konsequenz erahnen, mit der Attila Kovács sein Oeuvre entwickelt hat. Die Ausstellung selbst verspricht innerhalb unserer poetischen Reihe den Ausblick in einen sternenklaren Winterhimmel. Als Resultate einer Formsuche, die aus dem Ringen mit der Materie hervorgeht, bilden zwei Skulpturen von Louise Bourgeois und Heinz Breloh auch im dritten Teil der »Sterne für Kolumba« bewusste Kontrapunkte.


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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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05/10 Heilig-Geist-Retabel
05/10 Heinrich Küpper
05/10 Robert Haiss
06/10 Konzert Steffen Krebber
02/10 Aschermittwoch 2010
01/10 Renate Köhler
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11/09 Nacht Raum Stille
11/09 Klangwerkstatt
09/09 Andor Weininger
09/09 Stefan Wewerka
Hinterlassenschaft
05/09 Koho Mori-Newton
01/09 Hermann Abrell
11/08 Klangwerkstatt
10/08 Donaueschinger Musiktage
09/08 Heiner Binding
Der Mensch verlässt die Erde
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
Der unendliche Raum…
04/07 Art Cologne
10/06 Im Garten der Wirklichkeit II
04/06 Im Garten der Wirklichkeit I
04/06 Werner Schriefers
10/05 Leiko Ikemura
10/05 Schenkung Egner
08/05 Arma Christi (WJT)
08/05 1st view! (WJT)
05/05 Hans Josephsohn
02/05 Die koptischen Textilien
02/05 Birgit Antoni - Gemälde
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
10/04 Monika Bartholomé
07/04 Heinrich Küpper
04/04 Max Cole
11/03 Schauspielhaus
11/03 Reliquienkreuze
11/03 Daphne-Test
10/03 Martin Frommelt
04/03 150 Jahre!
12/02 Attila Kovács
09/02 Herbert Falken
06/02 Peter Tollens
12/01 ars vivendi
11/00 Volumen
11/00 Die Schenkung Härle
10/00 Kinderzeichnungen
04/00 walkmen
04/00 Über die Wirklichkeit
10/99 Andor Weininger
06/99 Joseph Marioni
02/99 Andy Warhol
09/98 Der unendliche Raum ...
08/98 Glaube und Wissen
05/98 Stephan Baumkötter
04/98 Bernd Ikemann
04/98 Wiederbegegnung 11
01/98 Hildegard Domizlaff
09/97 Wiederbegegnung 10
06/97 Richard Serra
04/97 Manos Tsangaris
03/97 Paul Thek
02/97 Klaus vom Bruch
02/97 Über den Ort: Kolumba
10/96 Über die Ambivalenz
04/96 Chris Newman
02/96 Peter Tollens
02/96 Wolfgang Laib
02/96 Über die Farbe
12/95 Frühchristliche Kunst
12/95 Mischa Kuball
11/95 Palast der Kunst
10/95 Wiederbegegnung 6
09/95 Monika Bartholomé
06/93 Wiederbegegnung 1 bis 5
10/92 Vaticana
 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Archiv :: 12/02 Attila Kovács

Attila Kovács
Studien 1958 bis 1960 / Sequenzen seit 1973
Dezember 2002 bis Februar 2003

»Ich beschäftige mich seit Mitte der 60er Jahre mit Zeit-Strukturen.« Dies sagt in unserem Fall weder ein Physiker noch ein Mathematiker oder Philosoph, sondern ein Maler, dessen Werk eine völlig unverwechselbare Handschrift trägt: Attila Kovács. Seine Malerei basiert nicht auf der Abstraktion wahrnehmbarer Wirklichkeit, sondern allein auf rationalen Festlegungen, die – wie in der Mathematik – synthetisch generiert werden. Auf der Grundlage logischer Parameter entwickelt sich ein additives Programm, dessen Realisation das Bild als sichtbare Form einer Struktur ist. Indem Kovács den Zusammenhang von struktureller Bedingung und visueller Wahrnehmbarkeit untersucht, lässt er in seinen Gemälden die Schönheit der Relativität sichtbar werden: denn Struktur ist mit Form nicht identisch! Diese wichtigste Entdeckung beansprucht universelle Gültigkeit. Während Kovács' erkenntnistheoretischer Ansatz schon 1970 in einem ersten Aufsatz von Max Bense gewürdigt wurde, gilt es seine malerische Qualität noch heute zu entdecken. 48 erstmals ausgestellte Studien, die ab 1959 in völliger künstlerischer Isolation in Budapest entstanden, lassen eindrucksvoll die Konsequenz erahnen, mit der Attila Kovács sein Oeuvre entwickelt hat. Die Ausstellung selbst verspricht innerhalb unserer poetischen Reihe den Ausblick in einen sternenklaren Winterhimmel. Als Resultate einer Formsuche, die aus dem Ringen mit der Materie hervorgeht, bilden zwei Skulpturen von Louise Bourgeois und Heinz Breloh auch im dritten Teil der »Sterne für Kolumba« bewusste Kontrapunkte.