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Andy Warhol – Crosses
Wiederbegegnung mit Unbekanntem – Teil 12
19. Februar bis 24. Mai 1999
»Was auf den ersten Eindruck als Suche nach Warhols schlichtem Katholizismus erscheint…, das erweist sich bei näherer Betrachtung als weitreichendere Kontextualisierung« (H. Beck, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.3.1999)
»Nichts erscheint hier ohne Sinn. Vieles spricht wirklich miteinander…« (Ursula Bode, Die Zeit, 8.4.1999)
Zum Auftakt des neuen Ausstellungsjahres haben wir die Präsentation von Hauptwerken der Sammlung neu eingerichtet. Crosses und Kreuze stehen im Mittelpunkt von Teil 12 der Reihe »Wiederbegegnungen mit Unbekanntem«. Zusammen mit dem Herimannkreuz als herausragendem Werk alter Kunst und mittelalterlichen Reliquienbüsten, neben Rosenkränzen aus unterschiedlichen Epochen, religiöser Druckgraphik des späten 19. Jahrhunderts und einer für die Dauer der Ausstellung überlassene Privatsammlung von Hauskreuzen wird eine umfangreiche Auswahl aus Andy Warhols Serie der »Crosses« gezeigt. Die zwischen 1980 und 1982 entstandenen Polaroids, Zeichnungen und Siebdrucke werfen gerade im Kontext alter Kunst Fragen zur Bewertung von Einzelbild und Serienprodukt, Meditationsbild und Logo auf und lassen einander ausschließende Klassifizierungen wie »zeichenhaft« oder »dekorativ« als von der Bildoberfläche her gedachte erscheinen. Wie heißt es doch in Oscar Wildes »Das Bildnis des Dorian Gray": »Jede Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Diejenigen, die unter die Oberfläche tauchen, tun es auf eigene Gefahr.« (Katalogbuch mit Texten von Robert Rosenblum und Joachim M. Plotzek)
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