Kolumba
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Der unendliche Raum dehnt sich aus.
Zu Gast in der Kunsthalle Baden-Baden
5. September bis 1. November 1998

»Der 'Probelauf' für den Neubau findet in der Kunsthalle Baden-Baden statt.… Wenn das an St. Kolumba geplante Museum mit derselben Präzision und gleichzeitig Phantasie arbeitet, wird es ein Juwel unter Kölns Kunsthäusern" (Amine Haase, Kunstforum International, Bd.143)

»Das Diözesanmuseum versucht nun den heiklen, aber auch einzig legitimen Weg zu gehen, die mittelalterlichen Objekte in Zusammenhang mit der Kunst von heute zu stellen« (C. Eggenberger, Neue Zürcher Zeitung, 10.11.1998)

Die Ausstellung »Der unendliche Raum dehnt sich aus.« erzählt vom Selbstbewußtsein und der fragenden Gewißheit künstlerischer Weltentwürfe, vom Wesen der Kunst an sich. Nicht eine historisch begrenzte Epoche, eine kunsthistorisch abgesicherte Entwicklung bildet diesmal den Zusammenhang, aus dem sich Erkenntnis entwickeln soll, sondern der Dialog zwischen den Kunstwerken unabhängig vom Ort und vom Zeitpunkt ihrer Entstehung. – Auf Einladung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden erprobt das Diözesanmuseum Köln vor der Realisierung seines Neubaus in den vorbildlichen Ausstellungsräumen der Kunsthalle erstmals in diesem Umfang sein seit einigen Jahren entwickeltes Konzept. Es versteht sich als Kunstmuseum, das die christliche Tradition als eine abendländische Denkform bewußt hält und auf neuen Wegen eine Heimat für die Kunst sein will, mit eigener Logik, eigener Rationalität, diesseits und jenseits von unmittelbaren religiösen Motivationen. Der Künstler wird als Bilderfinder, als Forscher, als Analytiker und Deuter der Wirklichkeit darin ernst genommen und gefordert. So geht bereits der gewählte Ausstellungstitel auf eine Arbeit der Kölner Künstlerin Rune Mields zurück. – Das mit Ehrfurcht betrachtete historische Monument wie die – oberflächlich gesehen – provokative künstlerische Geste inspirieren zu einem Austausch geistiger Energien, wenn etwa das monumentale »Kruzifix aus Erp«, eines der bedeutendsten spätromanischen Triumphkreuze, der menschlichen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Realität und den existentiellen Konflikten am Ende dieses Jahrtausends gegenübergestellt wird. Werke von Felix Droese, Herbert Falken und Paul Thek, für den großen Saal der Kunsthalle zusammen mit dem Erper Kruzifix ausgewählt, öffnen programmatisch den Vorstellungsraum und die Methode der Ausstellung. Sie umfaßt – historisch gesehen – Meisterwerke von der Romanik bis zum Barock – so das ottonische »Elfenbeinrelief mit Kreuzigung, Himmelfahrt und Maiestas Christi«. Hauptwerke der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst bilden den aktuellen Bezugsrahmen. Die Ausstellung gliedert sich in den Kabinetten und Sälen der Kunsthalle als prozessualer Rundgang, angelehnt an die seinerzeit erste deutsche Installation des Amerikaners Paul Thek »A Procession in Honor of Aesthetic Progress«, an die dreißig Jahre nach ihrer Entstehung in einem Raum erinnert wird. In weiteren Räumen werden durch präzise Gegenüberstellungen in künstlerischen Fragestellungen Begriffe wie Wirklichkeit, Individuation, Körper, Ritual, Natur und Schöpfung umkreist. Die Ausstellung fordert die Erlebnisbereitschaft des Betrachters und das durch Sehen inspirierte Denken aus der Gesamtheit seiner Lebenserfahrung, nicht aus kunsthistorischem Wissen. Auf dieses kreative Potential der Wahrnehmung bezieht sich auch die Installation »Me in a no-time state«, die der in Berlin lebende Musiker, Komponist, Dichter und Maler Chris Newman als eigenständigen Beitrag in der Ausstellung einrichten wird. Ein interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Gesprächen wird die Ausstellung begleiten und in Erfüllung des gewählten Titels deren geistigen Raum erweitern.


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Kunstmuseum
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05/10 Heilig-Geist-Retabel
05/10 Heinrich Küpper
05/10 Robert Haiss
06/10 Konzert Steffen Krebber
02/10 Aschermittwoch 2010
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11/08 Klangwerkstatt
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09/08 Heiner Binding
Der Mensch verlässt die Erde
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
Der unendliche Raum…
04/07 Art Cologne
10/06 Im Garten der Wirklichkeit II
04/06 Im Garten der Wirklichkeit I
04/06 Werner Schriefers
10/05 Leiko Ikemura
10/05 Schenkung Egner
08/05 Arma Christi (WJT)
08/05 1st view! (WJT)
05/05 Hans Josephsohn
02/05 Die koptischen Textilien
02/05 Birgit Antoni - Gemälde
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
10/04 Monika Bartholomé
07/04 Heinrich Küpper
04/04 Max Cole
11/03 Schauspielhaus
11/03 Reliquienkreuze
11/03 Daphne-Test
10/03 Martin Frommelt
04/03 150 Jahre!
12/02 Attila Kovács
09/02 Herbert Falken
06/02 Peter Tollens
12/01 ars vivendi
11/00 Volumen
11/00 Die Schenkung Härle
10/00 Kinderzeichnungen
04/00 walkmen
04/00 Über die Wirklichkeit
10/99 Andor Weininger
06/99 Joseph Marioni
02/99 Andy Warhol
09/98 Der unendliche Raum ...
08/98 Glaube und Wissen
05/98 Stephan Baumkötter
04/98 Bernd Ikemann
04/98 Wiederbegegnung 11
01/98 Hildegard Domizlaff
09/97 Wiederbegegnung 10
06/97 Richard Serra
04/97 Manos Tsangaris
03/97 Paul Thek
02/97 Klaus vom Bruch
02/97 Über den Ort: Kolumba
10/96 Über die Ambivalenz
04/96 Chris Newman
02/96 Peter Tollens
02/96 Wolfgang Laib
02/96 Über die Farbe
12/95 Frühchristliche Kunst
12/95 Mischa Kuball
11/95 Palast der Kunst
10/95 Wiederbegegnung 6
09/95 Monika Bartholomé
06/93 Wiederbegegnung 1 bis 5
10/92 Vaticana
 
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Der unendliche Raum dehnt sich aus.
Zu Gast in der Kunsthalle Baden-Baden
5. September bis 1. November 1998

»Der 'Probelauf' für den Neubau findet in der Kunsthalle Baden-Baden statt.… Wenn das an St. Kolumba geplante Museum mit derselben Präzision und gleichzeitig Phantasie arbeitet, wird es ein Juwel unter Kölns Kunsthäusern" (Amine Haase, Kunstforum International, Bd.143)

»Das Diözesanmuseum versucht nun den heiklen, aber auch einzig legitimen Weg zu gehen, die mittelalterlichen Objekte in Zusammenhang mit der Kunst von heute zu stellen« (C. Eggenberger, Neue Zürcher Zeitung, 10.11.1998)

Die Ausstellung »Der unendliche Raum dehnt sich aus.« erzählt vom Selbstbewußtsein und der fragenden Gewißheit künstlerischer Weltentwürfe, vom Wesen der Kunst an sich. Nicht eine historisch begrenzte Epoche, eine kunsthistorisch abgesicherte Entwicklung bildet diesmal den Zusammenhang, aus dem sich Erkenntnis entwickeln soll, sondern der Dialog zwischen den Kunstwerken unabhängig vom Ort und vom Zeitpunkt ihrer Entstehung. – Auf Einladung der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden erprobt das Diözesanmuseum Köln vor der Realisierung seines Neubaus in den vorbildlichen Ausstellungsräumen der Kunsthalle erstmals in diesem Umfang sein seit einigen Jahren entwickeltes Konzept. Es versteht sich als Kunstmuseum, das die christliche Tradition als eine abendländische Denkform bewußt hält und auf neuen Wegen eine Heimat für die Kunst sein will, mit eigener Logik, eigener Rationalität, diesseits und jenseits von unmittelbaren religiösen Motivationen. Der Künstler wird als Bilderfinder, als Forscher, als Analytiker und Deuter der Wirklichkeit darin ernst genommen und gefordert. So geht bereits der gewählte Ausstellungstitel auf eine Arbeit der Kölner Künstlerin Rune Mields zurück. – Das mit Ehrfurcht betrachtete historische Monument wie die – oberflächlich gesehen – provokative künstlerische Geste inspirieren zu einem Austausch geistiger Energien, wenn etwa das monumentale »Kruzifix aus Erp«, eines der bedeutendsten spätromanischen Triumphkreuze, der menschlichen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Realität und den existentiellen Konflikten am Ende dieses Jahrtausends gegenübergestellt wird. Werke von Felix Droese, Herbert Falken und Paul Thek, für den großen Saal der Kunsthalle zusammen mit dem Erper Kruzifix ausgewählt, öffnen programmatisch den Vorstellungsraum und die Methode der Ausstellung. Sie umfaßt – historisch gesehen – Meisterwerke von der Romanik bis zum Barock – so das ottonische »Elfenbeinrelief mit Kreuzigung, Himmelfahrt und Maiestas Christi«. Hauptwerke der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst bilden den aktuellen Bezugsrahmen. Die Ausstellung gliedert sich in den Kabinetten und Sälen der Kunsthalle als prozessualer Rundgang, angelehnt an die seinerzeit erste deutsche Installation des Amerikaners Paul Thek »A Procession in Honor of Aesthetic Progress«, an die dreißig Jahre nach ihrer Entstehung in einem Raum erinnert wird. In weiteren Räumen werden durch präzise Gegenüberstellungen in künstlerischen Fragestellungen Begriffe wie Wirklichkeit, Individuation, Körper, Ritual, Natur und Schöpfung umkreist. Die Ausstellung fordert die Erlebnisbereitschaft des Betrachters und das durch Sehen inspirierte Denken aus der Gesamtheit seiner Lebenserfahrung, nicht aus kunsthistorischem Wissen. Auf dieses kreative Potential der Wahrnehmung bezieht sich auch die Installation »Me in a no-time state«, die der in Berlin lebende Musiker, Komponist, Dichter und Maler Chris Newman als eigenständigen Beitrag in der Ausstellung einrichten wird. Ein interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Gesprächen wird die Ausstellung begleiten und in Erfüllung des gewählten Titels deren geistigen Raum erweitern.