Kolumba
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Cage, Falken, Geisselbrunn, Tsangaris
Wiedergegnung mit Unbekanntem – Teil 10
September 1997 bis Januar 1998

Nach der halbjährigen Befragung des Ortes »Kolumba« und dem herausragenden Ergebnis im Wettbewerb für den Neubau des Museums, den der Schweizer Peter Zumthor gewann, stellen wir in Teil 10 unserer »Wiederbegegnung mit Unbekanntem« einen Komponisten in den Mittelpunkt, dessen Werke bereits mehrfach in unseren Konzerten aufgeführt wurden. Nun zeigen wir den Amerikaner John Cage (1912-1992) als bildenden Künstler mit zwei Werkgruppen: Zwölf »Wild Edible Drawings« von August 1990, handgeschöpfte Papiere mit Blüten, Blättern und Samen von vielerlei wildwachsenden, der Nahrung dienenden Pflanzen wie Sauerampfer, Klee, Klette, Gänsefuß, Geißblatt und Hibiskus, sind nach zwölf unterschiedlichen Rezepten komponiert. Diese (eßbaren) Zeichnungen, die an Waldboden und saftig grüne Wiesen erinnern, sind nach den Regeln des I-Ging entstanden und unterliegen so gleichermaßen der Gesetzmäßigkeit eines Regelwerks wie der Zufälligkeit sich ergebender Kombinationen. – Ein Schlüsselwerk für das ästhetische und konzeptuelle Denken von John Cage ist die 35teilige Serie »On the Surface«, die 1980 bis 1982 entstanden ist. Ebenfalls auf der Basis des I-Ging komponiert, waren diese »Farbradierungen« Grundlage für die Komposition der »Thirty Pieces«. Sie verbinden bildnerisches und musikalisches Schaffen und vermitteln das Wesen der Arbeit von John Cage: auf alle Sinne ausgerichtetes Spiel um das Stetige und die Veränderung, um die Leere und die ihr innewohnende Fülle. – Parallel läuft die »Kugelbahn« (und läuft, und läuft …) des Kölner Schlagzeugers, Komponisten, Dichters und Zeichners Manos Tsangaris (geb. 1956); eine musikalisch-plastische Maschine, deren aufwendige Realisierung unser Beitrag zur diesjährigen Triennale war. – Mit der Präsentation seiner frühen großformatigen Zeichnung »Balkenträger« im Raum des »Erper Kruzifix« gratulieren wir Herbert Falken zu seinem 65. Geburtstag.


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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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05/10 Heilig-Geist-Retabel
05/10 Heinrich Küpper
05/10 Robert Haiss
06/10 Konzert Steffen Krebber
02/10 Aschermittwoch 2010
01/10 Renate Köhler
01/10 Georg Baumgarten
11/09 Nacht Raum Stille
11/09 Klangwerkstatt
09/09 Andor Weininger
09/09 Stefan Wewerka
Hinterlassenschaft
05/09 Koho Mori-Newton
01/09 Hermann Abrell
11/08 Klangwerkstatt
10/08 Donaueschinger Musiktage
09/08 Heiner Binding
Der Mensch verlässt die Erde
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
Der unendliche Raum…
04/07 Art Cologne
10/06 Im Garten der Wirklichkeit II
04/06 Im Garten der Wirklichkeit I
04/06 Werner Schriefers
10/05 Leiko Ikemura
10/05 Schenkung Egner
08/05 Arma Christi (WJT)
08/05 1st view! (WJT)
05/05 Hans Josephsohn
02/05 Die koptischen Textilien
02/05 Birgit Antoni - Gemälde
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
10/04 Monika Bartholomé
07/04 Heinrich Küpper
04/04 Max Cole
11/03 Schauspielhaus
11/03 Reliquienkreuze
11/03 Daphne-Test
10/03 Martin Frommelt
04/03 150 Jahre!
12/02 Attila Kovács
09/02 Herbert Falken
06/02 Peter Tollens
12/01 ars vivendi
11/00 Volumen
11/00 Die Schenkung Härle
10/00 Kinderzeichnungen
04/00 walkmen
04/00 Über die Wirklichkeit
10/99 Andor Weininger
06/99 Joseph Marioni
02/99 Andy Warhol
09/98 Der unendliche Raum ...
08/98 Glaube und Wissen
05/98 Stephan Baumkötter
04/98 Bernd Ikemann
04/98 Wiederbegegnung 11
01/98 Hildegard Domizlaff
09/97 Wiederbegegnung 10
06/97 Richard Serra
04/97 Manos Tsangaris
03/97 Paul Thek
02/97 Klaus vom Bruch
02/97 Über den Ort: Kolumba
10/96 Über die Ambivalenz
04/96 Chris Newman
02/96 Peter Tollens
02/96 Wolfgang Laib
02/96 Über die Farbe
12/95 Frühchristliche Kunst
12/95 Mischa Kuball
11/95 Palast der Kunst
10/95 Wiederbegegnung 6
09/95 Monika Bartholomé
06/93 Wiederbegegnung 1 bis 5
10/92 Vaticana
 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Archiv :: 09/97 Wiederbegegnung 10

Cage, Falken, Geisselbrunn, Tsangaris
Wiedergegnung mit Unbekanntem – Teil 10
September 1997 bis Januar 1998

Nach der halbjährigen Befragung des Ortes »Kolumba« und dem herausragenden Ergebnis im Wettbewerb für den Neubau des Museums, den der Schweizer Peter Zumthor gewann, stellen wir in Teil 10 unserer »Wiederbegegnung mit Unbekanntem« einen Komponisten in den Mittelpunkt, dessen Werke bereits mehrfach in unseren Konzerten aufgeführt wurden. Nun zeigen wir den Amerikaner John Cage (1912-1992) als bildenden Künstler mit zwei Werkgruppen: Zwölf »Wild Edible Drawings« von August 1990, handgeschöpfte Papiere mit Blüten, Blättern und Samen von vielerlei wildwachsenden, der Nahrung dienenden Pflanzen wie Sauerampfer, Klee, Klette, Gänsefuß, Geißblatt und Hibiskus, sind nach zwölf unterschiedlichen Rezepten komponiert. Diese (eßbaren) Zeichnungen, die an Waldboden und saftig grüne Wiesen erinnern, sind nach den Regeln des I-Ging entstanden und unterliegen so gleichermaßen der Gesetzmäßigkeit eines Regelwerks wie der Zufälligkeit sich ergebender Kombinationen. – Ein Schlüsselwerk für das ästhetische und konzeptuelle Denken von John Cage ist die 35teilige Serie »On the Surface«, die 1980 bis 1982 entstanden ist. Ebenfalls auf der Basis des I-Ging komponiert, waren diese »Farbradierungen« Grundlage für die Komposition der »Thirty Pieces«. Sie verbinden bildnerisches und musikalisches Schaffen und vermitteln das Wesen der Arbeit von John Cage: auf alle Sinne ausgerichtetes Spiel um das Stetige und die Veränderung, um die Leere und die ihr innewohnende Fülle. – Parallel läuft die »Kugelbahn« (und läuft, und läuft …) des Kölner Schlagzeugers, Komponisten, Dichters und Zeichners Manos Tsangaris (geb. 1956); eine musikalisch-plastische Maschine, deren aufwendige Realisierung unser Beitrag zur diesjährigen Triennale war. – Mit der Präsentation seiner frühen großformatigen Zeichnung »Balkenträger« im Raum des »Erper Kruzifix« gratulieren wir Herbert Falken zu seinem 65. Geburtstag.