Kolumba
Kolumbastraße 4
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Richard Serra
»The Drowned and the Saved«
in der ehemaligen Sakristei von St. Kolumba

Am 24.Februar 1997 – einem Tag mit aufhellender Bewölkung – begann auf dem Grundstück der Ruine St. Kolumba ein neues Kapitel seiner zweitausendjährigen Geschichte. Noch bevor die ersten Entwürfe im laufenden Architekturwettbewerb für den Neubau des Museums an diesem Ort abgegeben wurden, legte der amerikanische Bildhauer Richard Serra mit der Installation seiner Stahlskulptur »Die Untergegangenen und die Geretteten« den ideellen Grundstein für die zukünftige Nutzung des Geländes. In der ehemaligen Sakristei, der zwischen 1943 und 1945 bis auf die Umfassungsmauern zerstörten Kirche, fand die 1992 für eine Ausstellung in der Synagoge von Stommeln entstandene Arbeit ihre definitive Heimat. Der Raum befindet sich über einer Gruft, die gefüllt ist mit den Gebeinen der Toten, die seit dem Mittelalter auf dem Gelände beigesetzt und bei den Ausgrabungen Mitte der siebziger Jahre freigelegt wurden. Die Skulptur darüber verweist auf das Verlorengegangene in tieferen Schichten, auf die Abwesenden, die vor uns Gestorbenen, und im skulpturalen Gleichgewicht von Tragen, Lasten und Gegeneinanderlehnen auf die Kausalität, daß die Lebenden ohne die Toten nicht sein können. Sie ist zugleich auch ein Verweiszeichen dafür, daß sich das Museum als Ort des Erinnerns und Bewußtwerdens von Vergangenheit als geschichtliches Fundament für die Zukunft versteht. »Das ist ein wunderbarer Ort«, sagte Serra an diesem Tag, »klein und persönlich. Nach oben kann er offen bleiben, rundherum die als Ruine übriggebliebenen Backsteinwände und gotischen Fensterrahmen. So wird die Skulptur ein Teil der Tradition dieser Stadt.« Im Museum wird das Gelände während dieser Zeit in den Fotografien von Ulrich Tillmann präsent sein, der 1994 eine umfassende künstlerische Dokumentation erstellte. Parallel stellen wir das Ergebnis im Wettbewerb für den Neubau des Museums vor, zu dem 168 Arbeiten eingereicht wurden.


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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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05/10 Heilig-Geist-Retabel
05/10 Heinrich Küpper
05/10 Robert Haiss
06/10 Konzert Steffen Krebber
02/10 Aschermittwoch 2010
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11/09 Nacht Raum Stille
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05/09 Koho Mori-Newton
01/09 Hermann Abrell
11/08 Klangwerkstatt
10/08 Donaueschinger Musiktage
09/08 Heiner Binding
Der Mensch verlässt die Erde
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
Der unendliche Raum…
04/07 Art Cologne
10/06 Im Garten der Wirklichkeit II
04/06 Im Garten der Wirklichkeit I
04/06 Werner Schriefers
10/05 Leiko Ikemura
10/05 Schenkung Egner
08/05 Arma Christi (WJT)
08/05 1st view! (WJT)
05/05 Hans Josephsohn
02/05 Die koptischen Textilien
02/05 Birgit Antoni - Gemälde
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
10/04 Monika Bartholomé
07/04 Heinrich Küpper
04/04 Max Cole
11/03 Schauspielhaus
11/03 Reliquienkreuze
11/03 Daphne-Test
10/03 Martin Frommelt
04/03 150 Jahre!
12/02 Attila Kovács
09/02 Herbert Falken
06/02 Peter Tollens
12/01 ars vivendi
11/00 Volumen
11/00 Die Schenkung Härle
10/00 Kinderzeichnungen
04/00 walkmen
04/00 Über die Wirklichkeit
10/99 Andor Weininger
06/99 Joseph Marioni
02/99 Andy Warhol
09/98 Der unendliche Raum ...
08/98 Glaube und Wissen
05/98 Stephan Baumkötter
04/98 Bernd Ikemann
04/98 Wiederbegegnung 11
01/98 Hildegard Domizlaff
09/97 Wiederbegegnung 10
06/97 Richard Serra
04/97 Manos Tsangaris
03/97 Paul Thek
02/97 Klaus vom Bruch
02/97 Über den Ort: Kolumba
10/96 Über die Ambivalenz
04/96 Chris Newman
02/96 Peter Tollens
02/96 Wolfgang Laib
02/96 Über die Farbe
12/95 Frühchristliche Kunst
12/95 Mischa Kuball
11/95 Palast der Kunst
10/95 Wiederbegegnung 6
09/95 Monika Bartholomé
06/93 Wiederbegegnung 1 bis 5
10/92 Vaticana
 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Archiv :: 06/97 Richard Serra

Richard Serra
»The Drowned and the Saved«
in der ehemaligen Sakristei von St. Kolumba

Am 24.Februar 1997 – einem Tag mit aufhellender Bewölkung – begann auf dem Grundstück der Ruine St. Kolumba ein neues Kapitel seiner zweitausendjährigen Geschichte. Noch bevor die ersten Entwürfe im laufenden Architekturwettbewerb für den Neubau des Museums an diesem Ort abgegeben wurden, legte der amerikanische Bildhauer Richard Serra mit der Installation seiner Stahlskulptur »Die Untergegangenen und die Geretteten« den ideellen Grundstein für die zukünftige Nutzung des Geländes. In der ehemaligen Sakristei, der zwischen 1943 und 1945 bis auf die Umfassungsmauern zerstörten Kirche, fand die 1992 für eine Ausstellung in der Synagoge von Stommeln entstandene Arbeit ihre definitive Heimat. Der Raum befindet sich über einer Gruft, die gefüllt ist mit den Gebeinen der Toten, die seit dem Mittelalter auf dem Gelände beigesetzt und bei den Ausgrabungen Mitte der siebziger Jahre freigelegt wurden. Die Skulptur darüber verweist auf das Verlorengegangene in tieferen Schichten, auf die Abwesenden, die vor uns Gestorbenen, und im skulpturalen Gleichgewicht von Tragen, Lasten und Gegeneinanderlehnen auf die Kausalität, daß die Lebenden ohne die Toten nicht sein können. Sie ist zugleich auch ein Verweiszeichen dafür, daß sich das Museum als Ort des Erinnerns und Bewußtwerdens von Vergangenheit als geschichtliches Fundament für die Zukunft versteht. »Das ist ein wunderbarer Ort«, sagte Serra an diesem Tag, »klein und persönlich. Nach oben kann er offen bleiben, rundherum die als Ruine übriggebliebenen Backsteinwände und gotischen Fensterrahmen. So wird die Skulptur ein Teil der Tradition dieser Stadt.« Im Museum wird das Gelände während dieser Zeit in den Fotografien von Ulrich Tillmann präsent sein, der 1994 eine umfassende künstlerische Dokumentation erstellte. Parallel stellen wir das Ergebnis im Wettbewerb für den Neubau des Museums vor, zu dem 168 Arbeiten eingereicht wurden.