Kolumba
Kolumbastraße 4
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Wolfgang Laib
Installation mit zwei »Reishäusern"
Februar und März 1996

Auf dem Fußboden ruhen, blockhaft geschlossen, zwei langgestreckte »Reishäuser« aus weißem Stein. Angeschüttete Reishügel umgeben sie. Wolfgang Laib holt diese beiden eigenen Arbeiten aus den 90er Jahren für die Ausstellung »… im Fenster« des Diözesanmuseums aus seinem Atelier und bringt sie mit einem schlichten spätmittelalterlichen Ziborium zusammen, das in eine Wandnische eingestellt ist. Ohne vordergründigen und offenbaren Zusammenhang ordnen sich die Dinge wie selbstverständlich zu einer Einheit. Einfach erscheinen sie: das schmucklose, sechseckige Gefäß mit seinem zeltdachförmigen Deckel ebenso wie die soliden Marmorblöcke in Gestalt von Häusern. »Einfach« im Sinne von »selbstverständlich« und »natürlich« fügt sich auch der Reis als seit Jahrtausenden angebautes Nahrungsmittel ins Bild. Vorstellungen von Fülle verbinden sich mit den ungezählten aufgehäuften Reiskörnern wie mit der langgestreckten Hausform, die an Speicher denken läßt; Fülle birgt auch das Ziborium, wenn es das eucharistische Brot bewahrt. Die Formen jedoch, welche diesen Reichtum in sich bergen, sind karg und einfach. Ihre Einfachheit und das selbstverständliche Miteinander von »Reishäusern« und Ziborium strahlen Gelassenheit aus. So entsteht inmitten großstädtischen Getriebes mit seinen Anforderungen zum Agieren und Reagieren ein Ort der Gelassenheit, ein zeitloser Ort, an dem der Mensch bei sich selbst gelassen wird. (Eine Dokumentation mit Text und Abbildungen erscheint nach der Ausstellung.)


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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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05/10 Heilig-Geist-Retabel
05/10 Heinrich Küpper
05/10 Robert Haiss
06/10 Konzert Steffen Krebber
02/10 Aschermittwoch 2010
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11/09 Nacht Raum Stille
11/09 Klangwerkstatt
09/09 Andor Weininger
09/09 Stefan Wewerka
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05/09 Koho Mori-Newton
01/09 Hermann Abrell
11/08 Klangwerkstatt
10/08 Donaueschinger Musiktage
09/08 Heiner Binding
Der Mensch verlässt die Erde
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
Der unendliche Raum…
04/07 Art Cologne
10/06 Im Garten der Wirklichkeit II
04/06 Im Garten der Wirklichkeit I
04/06 Werner Schriefers
10/05 Leiko Ikemura
10/05 Schenkung Egner
08/05 Arma Christi (WJT)
08/05 1st view! (WJT)
05/05 Hans Josephsohn
02/05 Die koptischen Textilien
02/05 Birgit Antoni - Gemälde
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
10/04 Monika Bartholomé
07/04 Heinrich Küpper
04/04 Max Cole
11/03 Schauspielhaus
11/03 Reliquienkreuze
11/03 Daphne-Test
10/03 Martin Frommelt
04/03 150 Jahre!
12/02 Attila Kovács
09/02 Herbert Falken
06/02 Peter Tollens
12/01 ars vivendi
11/00 Volumen
11/00 Die Schenkung Härle
10/00 Kinderzeichnungen
04/00 walkmen
04/00 Über die Wirklichkeit
10/99 Andor Weininger
06/99 Joseph Marioni
02/99 Andy Warhol
09/98 Der unendliche Raum ...
08/98 Glaube und Wissen
05/98 Stephan Baumkötter
04/98 Bernd Ikemann
04/98 Wiederbegegnung 11
01/98 Hildegard Domizlaff
09/97 Wiederbegegnung 10
06/97 Richard Serra
04/97 Manos Tsangaris
03/97 Paul Thek
02/97 Klaus vom Bruch
02/97 Über den Ort: Kolumba
10/96 Über die Ambivalenz
04/96 Chris Newman
02/96 Peter Tollens
02/96 Wolfgang Laib
02/96 Über die Farbe
12/95 Frühchristliche Kunst
12/95 Mischa Kuball
11/95 Palast der Kunst
10/95 Wiederbegegnung 6
09/95 Monika Bartholomé
06/93 Wiederbegegnung 1 bis 5
10/92 Vaticana
 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Archiv :: 02/96 Wolfgang Laib

Wolfgang Laib
Installation mit zwei »Reishäusern"
Februar und März 1996

Auf dem Fußboden ruhen, blockhaft geschlossen, zwei langgestreckte »Reishäuser« aus weißem Stein. Angeschüttete Reishügel umgeben sie. Wolfgang Laib holt diese beiden eigenen Arbeiten aus den 90er Jahren für die Ausstellung »… im Fenster« des Diözesanmuseums aus seinem Atelier und bringt sie mit einem schlichten spätmittelalterlichen Ziborium zusammen, das in eine Wandnische eingestellt ist. Ohne vordergründigen und offenbaren Zusammenhang ordnen sich die Dinge wie selbstverständlich zu einer Einheit. Einfach erscheinen sie: das schmucklose, sechseckige Gefäß mit seinem zeltdachförmigen Deckel ebenso wie die soliden Marmorblöcke in Gestalt von Häusern. »Einfach« im Sinne von »selbstverständlich« und »natürlich« fügt sich auch der Reis als seit Jahrtausenden angebautes Nahrungsmittel ins Bild. Vorstellungen von Fülle verbinden sich mit den ungezählten aufgehäuften Reiskörnern wie mit der langgestreckten Hausform, die an Speicher denken läßt; Fülle birgt auch das Ziborium, wenn es das eucharistische Brot bewahrt. Die Formen jedoch, welche diesen Reichtum in sich bergen, sind karg und einfach. Ihre Einfachheit und das selbstverständliche Miteinander von »Reishäusern« und Ziborium strahlen Gelassenheit aus. So entsteht inmitten großstädtischen Getriebes mit seinen Anforderungen zum Agieren und Reagieren ein Ort der Gelassenheit, ein zeitloser Ort, an dem der Mensch bei sich selbst gelassen wird. (Eine Dokumentation mit Text und Abbildungen erscheint nach der Ausstellung.)