Kolumba
Kolumbastraße 4
D-50667 Köln
tel +49 (0)221 9331930
fax +49 (0)221 93319333

     
30. März 2012, 18.30 Uhr
John Cage: number pieces
Ensemble Garage

Die späten number pieces von John Cage sind eine Reihe von Werken, die Cage in seinen letzten sechs Lebensjahren 1987-1992 komponierte und deren Titel sich jeweils auf die Anzahl der Spieler bezieht. One ist beispielsweise ein Stück für einen Solisten, One4 ist das vierte Stück für einen Solisten oder 101 benennt ein Stück für ein Orchester mit 101 Musikern. Das Ensemble Garage präsentiert fünf number pieces: One4, Two, Four6, Five und Seven. Ein Teil der Stücke sind wie z.B. four6 oder five in der Besetzung frei, andere sind definiert und geben spezifische Instrumente vor. Alle fünf number pieces beruhen auf dem von Cage oft eingesetzten Time-Brackets-Prinzip . Jeder Spieler folgt einer zeitlich individuell festgelegten Aktion, die mittels Stoppuhren koordiniert werden. Innerhalb einer bestimmten Zeitdauer erklingen notierte Aktionen, die meist nur einige der Parameter Tonhöhe, Dauer, Dynamik, Klangeigenschaften oder Reihenfolge vorgeben. Jedes Stück entwickelt somit eine eigene Klangskulptur, die einer fortdauernden Transformation folgt. Und jedes Stück klingt bei jeder Aufführung anders. Umberto Eco sah in dem Schaffen von Cage das auf die Musik übertragene offene Kunstwerk, das sich hier durch die Freiheit und somit Wahlmöglichkeit des Einzelnen kennzeichnet. Die transparente Struktur der number pieces verlangt musikalisch ein Ritual für jeden Ton, für jedes Geräusch, für die Stille. “If you celebrate it, it's art, if you don't, it isn't“ - dieses bekannte Zitat von Cage bildet in den number pieces die Voraussetzung zur Realisierung seiner kompositorischen Idee.

Ensemble Garage wurde Anfang des Jahres 2009 von der Komponistin Brigitta Muntendorf gegündet. Das aus Absolventen der Hochschule für Musik und Tanz Köln bestehende Ensemble schafft eine Plattform für Musiker, Komponisten und andere Künstler, um neue Ideen, Werke und Konzepte zur Aufführung zu bringen. Ensemble Garage richtet seinen Fokus auf die Werke junger Komponisten/innen und auf die gemeinsame Probenarbeit. Für jedes Konzert wird ein Gesamtkonzept entworfen, in dem Werk, Inhalt und Aufführungssituation in Form eines sogenannten inszenierten Konzertes in Beziehung gestellt werden.
Das Ensemble sucht Antworten auf die Fragen danach, wer und wo unsere Generation eigentlich ist, was sie denkt und bewegt, was sie nutzt und wie sie damit umgeht. Und natürlich, was sie hören und was sie schreiben möchte.

Flöte: Liz Hirst; Klarinette: Richard Haynes; Saxophon: Frank Riedel; Schlagwerk: Rie Watanabe; Violine: Maximilian Haft; Viola: Annegret Mayer-Lindenberg; Cello: Eva Boesch

Eintritt: € 8,- / reduziert 5,-

Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

Aktuell
Architektur
Ausstellungen
Auszeichnungen
Filme
Info
Kapelle
Kritiken
Museumsgeschichte
Publikationen
Texte
Veranstaltungen
Vermittlung

11/17 Klangwerkstatt
08/17 Zehn Jahre Kolumba
07/17 Flötenwerkstatt
06/17 Fronleichnam
06/17 Thomas-Morus-Akademie
06/17 Vortrag Rüdiger Joppien
04/17 Künstlergespräch
03/17 Schulen zu Gast V
03/17 Künstlergespräch
01/17 Konzertreihe
11/16 Klangwerkstatt
11/16 Konzert E-MEX Ensemble
10/16 VII. Albert Gespräch
07/16 Erzählter Vortrag
06/16 Schulen zu Gast IV
06/16 Eric Hattan & Julian Sartorius
06/16 Oper Köln - Liederabend
05/16 new talents
05/16 Harvey Death of Light
12/15 Trickfilmwerkstatt
11/15 Ukulelen-Ensemble
11/15 Lesewerkstatt
11/15 Klangwerkstatt
10/15 E-MEX Ensemble
10/15 Winterreise
10/15 Albert-Gespräch
09/15 European Workshop
09/16 Lesestunde
09/15 Lesung Navid Kermani
08/15 Love & Diversity
07/15 Ensemble Unterwegs
06/15 FORSETI feat. subsTANZ
06/15 Oper Köln zu Gast
03/15 Trickfilmwerkstatt
11/14 Tonspur (Achim Lengerer)
11/14 Edith Stein Tagung
11/14 Klangwerkstatt
10/14 Philosophisches Gespräch
10/14 E-MEX-Ensemble
10/14 Albert-Gespräch
10/14 Philosophisches Seminar
06/14 Schulen zu Gast III
05/14 Ensemble Garage
05/14 Veranstaltungen Intervention
04/14 start:review
04/14 West Coast Soundings
02/14 Barlach-Haus
12/13 Ukulelen-Ensemble
11/13 Tanzperformance
11/13 Klangwerkstatt
10/13 E-MEX-Ensemble
10/13 Albert-Gespräch
07/13 Katrin Zenz
06/13 Frank Gratkowski
06/13 HornroH Duo
05/13 Performances
03/13 Horatiu Radulescu
11/12 Klangwerkstatt
10/12 E-MEX-Ensemble
09/12 Mädchenkantorei
08/12 Cage: Empty Words
08/12 Schulen zu Gast II
08/12 Allen Malern herzlichen...
07/12 Tischgespräche
06/12 Tischkonzert
06/12 Kammer der Andacht
05/12 episteme
05/12 new talents
04/12 Cage: A Collection of Rocks
03/12 Cage: Number Pieces
03/12 Hans Otte
11/11 Klangwerkstatt
10/11 Albert-Gespräch
09/11 Implodierender Schreibtisch
07/11 Finissage
07/11 Schulen zu Gast I
11/10 Klangwerkstatt
11/10 Joseph Marioni
10/10 Albert-Gespräch
06/10 Steffen Krebber
05/10 Heilig-Geist-Retabel
02/10 Bernhard Leitner
02/10 Aschermittwoch
11/09 Klangwerkstatt
09/09 Andor Weininger
11/08 Klangwerkstatt
10/08 Donaueschinger Musiktage
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
04/07 Art Cologne
08/05 1st view!
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
11/03 Schauspielhaus Köln
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Veranstaltungen :: 03/12 Cage: Number Pieces

30. März 2012, 18.30 Uhr
John Cage: number pieces
Ensemble Garage

Die späten number pieces von John Cage sind eine Reihe von Werken, die Cage in seinen letzten sechs Lebensjahren 1987-1992 komponierte und deren Titel sich jeweils auf die Anzahl der Spieler bezieht. One ist beispielsweise ein Stück für einen Solisten, One4 ist das vierte Stück für einen Solisten oder 101 benennt ein Stück für ein Orchester mit 101 Musikern. Das Ensemble Garage präsentiert fünf number pieces: One4, Two, Four6, Five und Seven. Ein Teil der Stücke sind wie z.B. four6 oder five in der Besetzung frei, andere sind definiert und geben spezifische Instrumente vor. Alle fünf number pieces beruhen auf dem von Cage oft eingesetzten Time-Brackets-Prinzip . Jeder Spieler folgt einer zeitlich individuell festgelegten Aktion, die mittels Stoppuhren koordiniert werden. Innerhalb einer bestimmten Zeitdauer erklingen notierte Aktionen, die meist nur einige der Parameter Tonhöhe, Dauer, Dynamik, Klangeigenschaften oder Reihenfolge vorgeben. Jedes Stück entwickelt somit eine eigene Klangskulptur, die einer fortdauernden Transformation folgt. Und jedes Stück klingt bei jeder Aufführung anders. Umberto Eco sah in dem Schaffen von Cage das auf die Musik übertragene offene Kunstwerk, das sich hier durch die Freiheit und somit Wahlmöglichkeit des Einzelnen kennzeichnet. Die transparente Struktur der number pieces verlangt musikalisch ein Ritual für jeden Ton, für jedes Geräusch, für die Stille. “If you celebrate it, it's art, if you don't, it isn't“ - dieses bekannte Zitat von Cage bildet in den number pieces die Voraussetzung zur Realisierung seiner kompositorischen Idee.

Ensemble Garage wurde Anfang des Jahres 2009 von der Komponistin Brigitta Muntendorf gegündet. Das aus Absolventen der Hochschule für Musik und Tanz Köln bestehende Ensemble schafft eine Plattform für Musiker, Komponisten und andere Künstler, um neue Ideen, Werke und Konzepte zur Aufführung zu bringen. Ensemble Garage richtet seinen Fokus auf die Werke junger Komponisten/innen und auf die gemeinsame Probenarbeit. Für jedes Konzert wird ein Gesamtkonzept entworfen, in dem Werk, Inhalt und Aufführungssituation in Form eines sogenannten inszenierten Konzertes in Beziehung gestellt werden.
Das Ensemble sucht Antworten auf die Fragen danach, wer und wo unsere Generation eigentlich ist, was sie denkt und bewegt, was sie nutzt und wie sie damit umgeht. Und natürlich, was sie hören und was sie schreiben möchte.

Flöte: Liz Hirst; Klarinette: Richard Haynes; Saxophon: Frank Riedel; Schlagwerk: Rie Watanabe; Violine: Maximilian Haft; Viola: Annegret Mayer-Lindenberg; Cello: Eva Boesch

Eintritt: € 8,- / reduziert 5,-