Kolumba
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23. März 2013, 18 Uhr
Hommage à Horatiu Radulescu
ON – Neue Musik Köln e.V.

1969 flüchtete der aus Rumänien stammende Komponist Horatiu Radulescu (1942–2008) vor dem Ceausescu-Regime nach Frankreich – just im gleichen Jahr legte er den Grundstein für die Ausprägung seiner Musiksprache. Im »Spektralismus« werden die feinsten Verästelungen der Obertonreihe ausgelotet und fruchtbar gemacht, doch seinen klanganalytischen Ansatz fasste Radulescu niemals als Selbstzweck auf. Gleichsam geerdet wurde er durch den Einfluss seiner rumänischen Wurzeln und die tiefe Kenntnis der dortigen Volksmusik; stets verknüpfte Radulescu strukturelle Erwägungen mit philosophischen und spirituellen Reflexionen. Markante Ausdruckskraft ist in seinen Werken gepaart mit subtilsten Schwingungen, die auf höherer Ebene seelische und emotionale Sphären widerspiegeln. Zur Realisierung seiner schöpferischen Visionen erweiterte Radulescu auf faszinierende Weise die instrumentalen Möglichkeiten, und gerade weil seine vielschichtige Musik schwer zu spielen ist, suchte und fand er herausragende Interpreten wie den Bratschisten Vincent Royer und die Mitglieder des European Lucero Ensembles. Vincent Royer ist auch der Initiator und künstlerischer Leiter der Radulescu-Hommage, die diese außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit würdigt. Gedacht ist die Hommage aber nicht nur als Rückschau; vielmehr soll sie auch neue Perspektiven für eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Leben und Schaffen Horatiu Radulescus eröffnen.

1983 markiert das Stück »Das Andere« op. 49 eine Wende in Radulescus Kompositionen für Streicher. Die neuen Techniken, die er entwickelte, um seine Klangvisionen zu verwirklichen, beruhen auf dem Vortasten in mikrokosmische Klanggefilde. Das »V. Streichquartett« von 1995 basiert auf fernöstlicher Philosophie und integriert Zitate von Lao Tse. Dabei zeigt sich im Hinblick auf die Farbintensität eine faszinierende Weiterentwicklung seiner spektralen Streicherklang-Erkundungen.

Das Andere (1983)
Viola solo, 18'

Before the universe was born (1990/95)
V. Streichquartett, 29'

Vincent Royer - Viola
Asasello Quartett:
Rostislav Kozhevnikov - 1.Violine
Barbara Kuster - 2.Violine
Justyna Sliwa - Viola
Wolfgang Zamastil - Cello

Eintritt: 10 / 5 Euro

Das Konzert wird von ON – Neue Musik in Köln in Zusammenarbeit mit Kolumba veranstaltet und von WDR 3 mitgeschnitten. Sendetermin Donnerstag, 11. April 2013 um 20.05 Uhr auf WDR3


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10/12 E-MEX-Ensemble
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KOLUMBA :: Veranstaltungen :: 03/13 Horatiu Radulescu

23. März 2013, 18 Uhr
Hommage à Horatiu Radulescu
ON – Neue Musik Köln e.V.

1969 flüchtete der aus Rumänien stammende Komponist Horatiu Radulescu (1942–2008) vor dem Ceausescu-Regime nach Frankreich – just im gleichen Jahr legte er den Grundstein für die Ausprägung seiner Musiksprache. Im »Spektralismus« werden die feinsten Verästelungen der Obertonreihe ausgelotet und fruchtbar gemacht, doch seinen klanganalytischen Ansatz fasste Radulescu niemals als Selbstzweck auf. Gleichsam geerdet wurde er durch den Einfluss seiner rumänischen Wurzeln und die tiefe Kenntnis der dortigen Volksmusik; stets verknüpfte Radulescu strukturelle Erwägungen mit philosophischen und spirituellen Reflexionen. Markante Ausdruckskraft ist in seinen Werken gepaart mit subtilsten Schwingungen, die auf höherer Ebene seelische und emotionale Sphären widerspiegeln. Zur Realisierung seiner schöpferischen Visionen erweiterte Radulescu auf faszinierende Weise die instrumentalen Möglichkeiten, und gerade weil seine vielschichtige Musik schwer zu spielen ist, suchte und fand er herausragende Interpreten wie den Bratschisten Vincent Royer und die Mitglieder des European Lucero Ensembles. Vincent Royer ist auch der Initiator und künstlerischer Leiter der Radulescu-Hommage, die diese außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit würdigt. Gedacht ist die Hommage aber nicht nur als Rückschau; vielmehr soll sie auch neue Perspektiven für eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Leben und Schaffen Horatiu Radulescus eröffnen.

1983 markiert das Stück »Das Andere« op. 49 eine Wende in Radulescus Kompositionen für Streicher. Die neuen Techniken, die er entwickelte, um seine Klangvisionen zu verwirklichen, beruhen auf dem Vortasten in mikrokosmische Klanggefilde. Das »V. Streichquartett« von 1995 basiert auf fernöstlicher Philosophie und integriert Zitate von Lao Tse. Dabei zeigt sich im Hinblick auf die Farbintensität eine faszinierende Weiterentwicklung seiner spektralen Streicherklang-Erkundungen.

Das Andere (1983)
Viola solo, 18'

Before the universe was born (1990/95)
V. Streichquartett, 29'

Vincent Royer - Viola
Asasello Quartett:
Rostislav Kozhevnikov - 1.Violine
Barbara Kuster - 2.Violine
Justyna Sliwa - Viola
Wolfgang Zamastil - Cello

Eintritt: 10 / 5 Euro

Das Konzert wird von ON – Neue Musik in Köln in Zusammenarbeit mit Kolumba veranstaltet und von WDR 3 mitgeschnitten. Sendetermin Donnerstag, 11. April 2013 um 20.05 Uhr auf WDR3