Kolumba
Kolumbastraße 4
D-50667 Köln
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22. Oktober 2014, 18 Uhr (Eintritt € 10/8)
Charles Tournemire
Eine Reise in die unentdeckte Moderne

Charles Tournemire genoss zu Lebzeiten einen Ruf als großer Orgelimprovisator und Komponist eines umfangreichen OEuvres für sein Instrument, das er als Schüler von César Franck und ab 1898 als dessen Nachfolger an der Basilique Ste-Clotilde in Paris spielte. Seine Originalität und Eigenständigkeit geht zwar aus einer Traditionslinie hervor, die über seinen Lehrer César Franck in ein Schaffen einmündet, sein künstlerisches Profil zeigt jedoch eine so individuelle Prägung, dass er sich vom Impressionismus seiner Zeitgenossen deutlich abhebt. Opern, Sinfonien und ein umfangreiches Klavierwerk bezeugen die Größe dieses Komponisten, dessen Musik bis heute zu den ungehobenen musikalischen Schätzen des frühen 20. Jahrhunderts gehört. Gleichwohl ist Tournemire nicht ohne Einfluss geblieben. So bekannte etwa Olivier Messiaen, viele Anregungen und Einflüsse aus Tournemires Musik erhalten zu haben. Er prophezeite sogar, die Zeit des Komponisten Tournemire werde kommen und sein Schaffen die gebührende Beachtung erfahren. | Das heutige Programm will zu dieser Beachtung beitragen, indem es mit zwei großen Kammermusikwerken den Reichtum und die Tiefe Tournemires aufscheinen lässt. Seine Modernität verweist über Messiaen und dessen Zeitgenossen André Jolivet hinaus bis hin zu den Komponisten der Musique Spectrale. Sie ist mit dem Messiaen-Schüler Tristan Murail und mit Thierry Blondeau die Verbindung zur gegenwärtigen Erforschung des Klangs, dessen physikalisch-akustische Eigenheiten hier zum Ausgangspunkt für musikalische Zeit- und Formverläufe werden.

Das E-MEX-Ensemble ist NRWs freies Spitzenensemble für neue Musik. Mit CDs, Rundfunkaufnahmen, regelmäßigen Konzerten sowie durch internationale Konzertreisen (u.a. China, Korea, Chile) ist E-MEX stets präsent. In seinen Konzertreihen mit zeitgenössischer Musik in Köln und Essen fragt das E-MEX-Ensemble mit Werken der Klassischen Moderne immer wieder nach den Wurzeln der Gegenwart. Dazu entwickelt E-MEX neue Konzertformate außerhalb gängiger Aufführungsorte. Viele Konzerte finden daher in Ausstellungsräumen von Museen, oft auch mit programmatischem Bezug zur bildenden Kunst, statt.

Programm
Charles Tournemire (1870–1939)
Sonate-Poème op. 65 (1935)
für Violine und Klavier

André Jolivet (1095–1974)
Sonatine (1961)
für Flöte und Klarinette

Thierry Blondeau (1961)
Non-Lieu II (2002)
für Klarinette und Vioncello

- Pause -

Olivier Messiaen (1908–1992)
Pièce pour piano et quatuor à cordes (1991)

Tristan Murail (1947)
Le fou à pattes bleues (1990)
für Flöte und Klavier

Charles Tournemire
Musique orante op. 61 (1933)
für Streichquartett

E-MEX
Evelin Degen, Flöte - Joachim Striepens, Klarinette - Kalina Kolarova, Violine - Alexandre Dimcevski, Violine - Konrad von Coelln, Viola - Burkart Zeller, Violoncello - Martin von der Heydt, Klavier

Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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Vermittlung

08/17 Zehn Jahre Kolumba
07/17 Flötenwerkstatt
06/17 Fronleichnam
06/17 Thomas-Morus-Akademie
06/17 Vortrag Rüdiger Joppien
04/17 Künstlergespräch
03/17 Schulen zu Gast V
03/17 Künstlergespräch
01/17 Konzertreihe
11/16 Klangwerkstatt
11/16 Konzert E-MEX Ensemble
10/16 VII. Albert Gespräch
07/16 Erzählter Vortrag
06/16 Schulen zu Gast IV
06/16 Eric Hattan & Julian Sartorius
06/16 Oper Köln - Liederabend
05/16 new talents
05/16 Harvey Death of Light
12/15 Trickfilmwerkstatt
11/15 Ukulelen-Ensemble
11/15 Lesewerkstatt
11/15 Klangwerkstatt
10/15 E-MEX Ensemble
10/15 Winterreise
10/15 Albert-Gespräch
09/15 European Workshop
09/16 Lesestunde
09/15 Lesung Navid Kermani
08/15 Love & Diversity
07/15 Ensemble Unterwegs
06/15 FORSETI feat. subsTANZ
06/15 Oper Köln zu Gast
03/15 Trickfilmwerkstatt
11/14 Tonspur (Achim Lengerer)
11/14 Edith Stein Tagung
11/14 Klangwerkstatt
10/14 Philosophisches Gespräch
10/14 E-MEX-Ensemble
10/14 Albert-Gespräch
10/14 Philosophisches Seminar
06/14 Schulen zu Gast III
05/14 Ensemble Garage
05/14 Veranstaltungen Intervention
04/14 start:review
04/14 West Coast Soundings
02/14 Barlach-Haus
12/13 Ukulelen-Ensemble
11/13 Tanzperformance
11/13 Klangwerkstatt
10/13 E-MEX-Ensemble
10/13 Albert-Gespräch
07/13 Katrin Zenz
06/13 Frank Gratkowski
06/13 HornroH Duo
05/13 Performances
03/13 Horatiu Radulescu
11/12 Klangwerkstatt
10/12 E-MEX-Ensemble
09/12 Mädchenkantorei
08/12 Cage: Empty Words
08/12 Schulen zu Gast II
08/12 Allen Malern herzlichen...
07/12 Tischgespräche
06/12 Tischkonzert
06/12 Kammer der Andacht
05/12 episteme
05/12 new talents
04/12 Cage: A Collection of Rocks
03/12 Cage: Number Pieces
03/12 Hans Otte
11/11 Klangwerkstatt
10/11 Albert-Gespräch
09/11 Implodierender Schreibtisch
07/11 Finissage
07/11 Schulen zu Gast I
11/10 Klangwerkstatt
11/10 Joseph Marioni
10/10 Albert-Gespräch
06/10 Steffen Krebber
05/10 Heilig-Geist-Retabel
02/10 Bernhard Leitner
02/10 Aschermittwoch
11/09 Klangwerkstatt
09/09 Andor Weininger
11/08 Klangwerkstatt
10/08 Donaueschinger Musiktage
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
04/07 Art Cologne
08/05 1st view!
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
11/03 Schauspielhaus Köln
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Veranstaltungen :: 10/14 E-MEX-Ensemble

22. Oktober 2014, 18 Uhr (Eintritt € 10/8)
Charles Tournemire
Eine Reise in die unentdeckte Moderne

Charles Tournemire genoss zu Lebzeiten einen Ruf als großer Orgelimprovisator und Komponist eines umfangreichen OEuvres für sein Instrument, das er als Schüler von César Franck und ab 1898 als dessen Nachfolger an der Basilique Ste-Clotilde in Paris spielte. Seine Originalität und Eigenständigkeit geht zwar aus einer Traditionslinie hervor, die über seinen Lehrer César Franck in ein Schaffen einmündet, sein künstlerisches Profil zeigt jedoch eine so individuelle Prägung, dass er sich vom Impressionismus seiner Zeitgenossen deutlich abhebt. Opern, Sinfonien und ein umfangreiches Klavierwerk bezeugen die Größe dieses Komponisten, dessen Musik bis heute zu den ungehobenen musikalischen Schätzen des frühen 20. Jahrhunderts gehört. Gleichwohl ist Tournemire nicht ohne Einfluss geblieben. So bekannte etwa Olivier Messiaen, viele Anregungen und Einflüsse aus Tournemires Musik erhalten zu haben. Er prophezeite sogar, die Zeit des Komponisten Tournemire werde kommen und sein Schaffen die gebührende Beachtung erfahren. | Das heutige Programm will zu dieser Beachtung beitragen, indem es mit zwei großen Kammermusikwerken den Reichtum und die Tiefe Tournemires aufscheinen lässt. Seine Modernität verweist über Messiaen und dessen Zeitgenossen André Jolivet hinaus bis hin zu den Komponisten der Musique Spectrale. Sie ist mit dem Messiaen-Schüler Tristan Murail und mit Thierry Blondeau die Verbindung zur gegenwärtigen Erforschung des Klangs, dessen physikalisch-akustische Eigenheiten hier zum Ausgangspunkt für musikalische Zeit- und Formverläufe werden.

Das E-MEX-Ensemble ist NRWs freies Spitzenensemble für neue Musik. Mit CDs, Rundfunkaufnahmen, regelmäßigen Konzerten sowie durch internationale Konzertreisen (u.a. China, Korea, Chile) ist E-MEX stets präsent. In seinen Konzertreihen mit zeitgenössischer Musik in Köln und Essen fragt das E-MEX-Ensemble mit Werken der Klassischen Moderne immer wieder nach den Wurzeln der Gegenwart. Dazu entwickelt E-MEX neue Konzertformate außerhalb gängiger Aufführungsorte. Viele Konzerte finden daher in Ausstellungsräumen von Museen, oft auch mit programmatischem Bezug zur bildenden Kunst, statt.

Programm
Charles Tournemire (1870–1939)
Sonate-Poème op. 65 (1935)
für Violine und Klavier

André Jolivet (1095–1974)
Sonatine (1961)
für Flöte und Klarinette

Thierry Blondeau (1961)
Non-Lieu II (2002)
für Klarinette und Vioncello

- Pause -

Olivier Messiaen (1908–1992)
Pièce pour piano et quatuor à cordes (1991)

Tristan Murail (1947)
Le fou à pattes bleues (1990)
für Flöte und Klavier

Charles Tournemire
Musique orante op. 61 (1933)
für Streichquartett

E-MEX
Evelin Degen, Flöte - Joachim Striepens, Klarinette - Kalina Kolarova, Violine - Alexandre Dimcevski, Violine - Konrad von Coelln, Viola - Burkart Zeller, Violoncello - Martin von der Heydt, Klavier