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21. November 2014 (Sendetermin)
Studio Akustische Kunst WDR 3
Zeit: 23.05 bis 24 Uhr

Scriptings#40: Entretien sonore avec Fernand Deligny
Proben für eine Tonspur

von Achim Lengerer, mit Martin Bross
Realisation: Achim Lengerer, Benedikt Bitzenhofer und Peter C. Simon
Produktion: WDR 2014/ca. 50’
Eine Kooperation von Kolumba, Köln und
FLACC Workplace for Visual Artists, Genk/BE

Die Auseinandersetzung mit dem französischen Pädagogen, Schriftsteller und Filmemacher Fernand Deligny (1913–1996) ist Ausgangspunkt des Projektes von Achim Lengerer. Deligny beginnt in den 1940er Jahren, als Sozialarbeiter mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Später gründet er mit jungen Erwachsenen in Südfrankreich eine Siedlung, um mit von der Psychiatrie als »autistisch« bezeichneten Kindern zusammenzuleben. In seiner pädagogischen Arbeit ist es nicht Ziel, die ihnen anvertrauten Kinder zu erziehen oder zu heilen, vielmehr wird versucht, den Kindern innerhalb (und außerhalb) der Lebensstruktur der Erwachsenen abweichende Wege zu ermöglichen, ihnen ein Um- und Handlungsfeld für ihre wesenseigene Nutzung von Raum und Zeit zu schaffen. | Durch die Jahrzehnte entstehen mehrere dokumentarische Filmprojekte (z.B. »Ce gamin, là«, 1975, Regie: Renaud Victor) mit begleitenden Texten sowie Schriften zum kinematografischen Bild. Delignys Nachdenken über Film zeigt sich in der Art und Weise, wie in »Ce gamin, là« die Tonspur eingesetzt wird: Deligny nutzt das filmische Voix-off/Voice-over als (s)eine literarische Erzählstimme, die dem filmischen Bild vorsichtig parallel gesetzt wird; eine Tonspur, die der Bildspur »angelegt« wird und die sich in fragiler Balance zum NICHT SPRECHEN der Kinder artikuliert. | Die Stimmen der Kinder und die Sprache Delignys bilden die beiden Pole des »Entretien sonore«, des akustischen Gesprächs. Das Stück greift zurück auf Materialien der Publikation Scriptings#26 von Dominique Hurth und Achim Lengerer und ist die Weiterführung eines Ausstellungsprojektes, welches der Künstler im Sommer und Herbst 2014 in Kolumba und bei FLACC realisiert hat.

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KOLUMBA :: Veranstaltungen :: 11/14 Tonspur (Achim Lengerer)

21. November 2014 (Sendetermin)
Studio Akustische Kunst WDR 3
Zeit: 23.05 bis 24 Uhr

Scriptings#40: Entretien sonore avec Fernand Deligny
Proben für eine Tonspur

von Achim Lengerer, mit Martin Bross
Realisation: Achim Lengerer, Benedikt Bitzenhofer und Peter C. Simon
Produktion: WDR 2014/ca. 50’
Eine Kooperation von Kolumba, Köln und
FLACC Workplace for Visual Artists, Genk/BE

Die Auseinandersetzung mit dem französischen Pädagogen, Schriftsteller und Filmemacher Fernand Deligny (1913–1996) ist Ausgangspunkt des Projektes von Achim Lengerer. Deligny beginnt in den 1940er Jahren, als Sozialarbeiter mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Später gründet er mit jungen Erwachsenen in Südfrankreich eine Siedlung, um mit von der Psychiatrie als »autistisch« bezeichneten Kindern zusammenzuleben. In seiner pädagogischen Arbeit ist es nicht Ziel, die ihnen anvertrauten Kinder zu erziehen oder zu heilen, vielmehr wird versucht, den Kindern innerhalb (und außerhalb) der Lebensstruktur der Erwachsenen abweichende Wege zu ermöglichen, ihnen ein Um- und Handlungsfeld für ihre wesenseigene Nutzung von Raum und Zeit zu schaffen. | Durch die Jahrzehnte entstehen mehrere dokumentarische Filmprojekte (z.B. »Ce gamin, là«, 1975, Regie: Renaud Victor) mit begleitenden Texten sowie Schriften zum kinematografischen Bild. Delignys Nachdenken über Film zeigt sich in der Art und Weise, wie in »Ce gamin, là« die Tonspur eingesetzt wird: Deligny nutzt das filmische Voix-off/Voice-over als (s)eine literarische Erzählstimme, die dem filmischen Bild vorsichtig parallel gesetzt wird; eine Tonspur, die der Bildspur »angelegt« wird und die sich in fragiler Balance zum NICHT SPRECHEN der Kinder artikuliert. | Die Stimmen der Kinder und die Sprache Delignys bilden die beiden Pole des »Entretien sonore«, des akustischen Gesprächs. Das Stück greift zurück auf Materialien der Publikation Scriptings#26 von Dominique Hurth und Achim Lengerer und ist die Weiterführung eines Ausstellungsprojektes, welches der Künstler im Sommer und Herbst 2014 in Kolumba und bei FLACC realisiert hat.