Kolumba
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12. Oktober 2015, 19 Uhr
VI. Albert Gespräch:
Auf der Suche nach dem verlorenen Frieden

Unter dem Titel »Albert-Gespräche« setzt der Förderkreis Albertus-Magnus-Stiftung e. V. in Verbindung mit Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln, seine Veranstaltungsreihe fort. Albert der Große ist die Schlüsselfigur, die im Anschluss an die wieder bekannt gewordene aristotelische Wissenschaftskultur im 13. Jahrhundert der westlichen Welt eine neue Weltsicht eröffnet. Sämtlichen Bereichen des menschlichen Wissens widmet er seine Forschungen. Dazu gehört auch ein intensives Bemühen um Frieden. Er entwirft Friedenskonzepte, muss auch deren Scheitern erleben, kann aber durch kluge Beratung zur Überwindung gravierender Konflikte beitragen. Er beeinflusst maßgeblich die politische Entwicklung der Stadt Köln mit Wiederherstellung des städtischen Friedens und Stärkung des Selbstbestimmungsrechts der Bürger und seine bürgerlich ausgerichtete Kultur. Albert ist nicht nur ein herausragendes historisches Exempel, sondern er bietet Denkanstöße auch in aktuellen Diskussionen.
Die Möglichkeit und Bedingungen eines künftigen Friedens zu klären, eine Friedensordnung zu entwerfen und Maßnahmen zur Sicherung eines angestrebten Friedens vorzusehen, sind notwendige Elemente einer prospektiv ausgerichteten Friedensarbeit. Die Frage nach dem Frieden ist dabei immer auch die Frage nach dem verlorenen Frieden. Sie schließt auch die Herausforderung mit ein, einen vergangenen Krieg zu verarbeiten, nach Siegern und Verlierern, nach Schuld und Verantwortung, nach Verhandlungen, nach Vergebung und Versöhnung zu fragen. Die in der so gestellten Frage nach Frieden implizierte Wahrnehmung des Krieges ist nur scheinbar retrospektiv. Sie verhandelt zugleich die Friedensfähigkeit des Menschen an sich. Das Gespräch wird durch WDR 3 aufgezeichnet.

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris
Professor für lateinische Philologie des Mittelalters an der LMU München, Direktor des Albertus-Magnus-Instituts in Bonn

Marica Bodrožić
Gastprofessorin an verschiedenen ausländischen Universitäten, Schriftstellerin, ausgezeichnet mit zahlreichen Literaturpreisen

Prof. Dr. Claus Kreß
Professor für deutsches und internationales Strafrecht der Universität zu Köln, Leiter des Instituts für friedenssicherungsrechtliche Forschung und Völkerrechts- wissenschaft

Prof. Dr. Michael Reder
Professor für Sozial- und Religionsphilosophie mit Schwerpunkt Völkerrecht an der Hochschule für Philosophie München, Kooperationspartner des Albertus-Magnus-Instituts

Moderation: Dr. Michael Köhler

Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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Vermittlung

06/17 Vortrag Rüdiger Joppien
04/17 Künstlergespräch
03/17 Schulen zu Gast V
03/17 Künstlergespräch
01/17 Konzertreihe
11/16 Klangwerkstatt
11/16 Konzert E-MEX Ensemble
10/16 VII. Albert Gespräch
07/16 Erzählter Vortrag
06/16 Schulen zu Gast IV
06/16 Eric Hattan & Julian Sartorius
06/16 Oper Köln - Liederabend
05/16 new talents
05/16 Harvey Death of Light
12/15 Trickfilmwerkstatt
11/15 Ukulelen-Ensemble
11/15 Lesewerkstatt
11/15 Klangwerkstatt
10/15 E-MEX Ensemble
10/15 Winterreise
10/15 Albert-Gespräch
09/15 European Workshop
09/16 Lesestunde
09/15 Lesung Navid Kermani
08/15 Love & Diversity
07/15 Ensemble Unterwegs
06/15 FORSETI feat. subsTANZ
06/15 Oper Köln zu Gast
03/15 Trickfilmwerkstatt
11/14 Tonspur (Achim Lengerer)
11/14 Edith Stein Tagung
11/14 Klangwerkstatt
10/14 Philosophisches Gespräch
10/14 E-MEX-Ensemble
10/14 Albert-Gespräch
10/14 Philosophisches Seminar
06/14 Schulen zu Gast III
05/14 Ensemble Garage
05/14 Veranstaltungen Intervention
04/14 start:review
04/14 West Coast Soundings
02/14 Barlach-Haus
12/13 Ukulelen-Ensemble
11/13 Tanzperformance
11/13 Klangwerkstatt
10/13 E-MEX-Ensemble
10/13 Albert-Gespräch
07/13 Katrin Zenz
06/13 Frank Gratkowski
06/13 HornroH Duo
05/13 Performances
03/13 Horatiu Radulescu
11/12 Klangwerkstatt
10/12 E-MEX-Ensemble
09/12 Mädchenkantorei
08/12 Cage: Empty Words
08/12 Schulen zu Gast II
08/12 Allen Malern herzlichen...
07/12 Tischgespräche
06/12 Tischkonzert
06/12 Kammer der Andacht
05/12 episteme
05/12 new talents
04/12 Cage: A Collection of Rocks
03/12 Cage: Number Pieces
03/12 Hans Otte
11/11 Klangwerkstatt
10/11 Albert-Gespräch
09/11 Implodierender Schreibtisch
07/11 Finissage
07/11 Schulen zu Gast I
11/10 Klangwerkstatt
11/10 Joseph Marioni
10/10 Albert-Gespräch
06/10 Steffen Krebber
05/10 Heilig-Geist-Retabel
02/10 Bernhard Leitner
02/10 Aschermittwoch
11/09 Klangwerkstatt
09/09 Andor Weininger
11/08 Klangwerkstatt
10/08 Donaueschinger Musiktage
06/08 Kolumba singt!
05/08 Katholikentag
04/08 Verabschiedung JMP
02/08 Alphornbläser
12/07 Deutschlandradio live
04/07 Art Cologne
08/05 1st view!
12/04 Die Pietà aus St. Kolumba
11/03 Schauspielhaus Köln
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Veranstaltungen :: 10/15 Albert-Gespräch

12. Oktober 2015, 19 Uhr
VI. Albert Gespräch:
Auf der Suche nach dem verlorenen Frieden

Unter dem Titel »Albert-Gespräche« setzt der Förderkreis Albertus-Magnus-Stiftung e. V. in Verbindung mit Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln, seine Veranstaltungsreihe fort. Albert der Große ist die Schlüsselfigur, die im Anschluss an die wieder bekannt gewordene aristotelische Wissenschaftskultur im 13. Jahrhundert der westlichen Welt eine neue Weltsicht eröffnet. Sämtlichen Bereichen des menschlichen Wissens widmet er seine Forschungen. Dazu gehört auch ein intensives Bemühen um Frieden. Er entwirft Friedenskonzepte, muss auch deren Scheitern erleben, kann aber durch kluge Beratung zur Überwindung gravierender Konflikte beitragen. Er beeinflusst maßgeblich die politische Entwicklung der Stadt Köln mit Wiederherstellung des städtischen Friedens und Stärkung des Selbstbestimmungsrechts der Bürger und seine bürgerlich ausgerichtete Kultur. Albert ist nicht nur ein herausragendes historisches Exempel, sondern er bietet Denkanstöße auch in aktuellen Diskussionen.
Die Möglichkeit und Bedingungen eines künftigen Friedens zu klären, eine Friedensordnung zu entwerfen und Maßnahmen zur Sicherung eines angestrebten Friedens vorzusehen, sind notwendige Elemente einer prospektiv ausgerichteten Friedensarbeit. Die Frage nach dem Frieden ist dabei immer auch die Frage nach dem verlorenen Frieden. Sie schließt auch die Herausforderung mit ein, einen vergangenen Krieg zu verarbeiten, nach Siegern und Verlierern, nach Schuld und Verantwortung, nach Verhandlungen, nach Vergebung und Versöhnung zu fragen. Die in der so gestellten Frage nach Frieden implizierte Wahrnehmung des Krieges ist nur scheinbar retrospektiv. Sie verhandelt zugleich die Friedensfähigkeit des Menschen an sich. Das Gespräch wird durch WDR 3 aufgezeichnet.

Gesprächsteilnehmer:

Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris
Professor für lateinische Philologie des Mittelalters an der LMU München, Direktor des Albertus-Magnus-Instituts in Bonn

Marica Bodrožić
Gastprofessorin an verschiedenen ausländischen Universitäten, Schriftstellerin, ausgezeichnet mit zahlreichen Literaturpreisen

Prof. Dr. Claus Kreß
Professor für deutsches und internationales Strafrecht der Universität zu Köln, Leiter des Instituts für friedenssicherungsrechtliche Forschung und Völkerrechts- wissenschaft

Prof. Dr. Michael Reder
Professor für Sozial- und Religionsphilosophie mit Schwerpunkt Völkerrecht an der Hochschule für Philosophie München, Kooperationspartner des Albertus-Magnus-Instituts

Moderation: Dr. Michael Köhler