Kolumba
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»Vom Boden bis zur Decke reicht die bunte „Himmelsleiter“, die die Klasse 3a der Katholischen Grundschule, Berrenrather Straße, gestaltet hat. Auf den Sprossen haben die Schülerinnen und Schüler jeweils ein Kinderrecht dargestellt, das ihnen besonders wichtig ist: das Recht auf Schutz, das Recht auf Spielen, das Recht auf Leben, … – illustriert mit kleinen Korkenmännchen, Knetfiguren und andere Basteleien. Das Besondere daran: die Leiter hing ein Wochenende lang nicht etwa im Klassenzimmer der Kinder oder im Foyer der Schule, sondern in Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Angebracht in Raum 8 im ersten Obergeschoss des Museums sah es fast aus, als würde die um 1480 entstandene Skulptur „Christus in der Rast“ sich dieses neue Kunstwerk in aller Ruhe betrachten. „Ich finde das ganz toll, dass ein Museum so mutig ist“, lobte bei dem Grundschultag vor zwei Wochen Besucherin Marita Cramer das Team von Kolumba. Ihre Enkelin Ida hatte an der Himmelsleiter mitgearbeitet un auch von Enkelin Lotte, Erstklässlerin an der Berrenrather Straße, war ein Kunstwerk ausgestellt. Cramers Lob galt aber nicht nur der Kombination der Kinder-Werke mit denen der aktuellen Ausstellung, sondern auch dem Mut des Museums, seine Pforten an einem Tag für alle Kinder der Schule (– rund 200 –), deren Geschwister, Eltern und Großeltern zu öffnen: ein riesiges Gewusel. „Wir müssen Formate haben, die das möglich machen“, sagte Museumsleiter Dr. Stefan Kraus. „Denn wir stellen die Kunst ja nicht als Selbstzweck aus, sondern für die Menschen – ob sie drei Jahre alt sind oder 93.“ Alle acht Klassen der diesjährigen Partnerschule von Kolumba hätten vor dem großen Tag der Ausstellung das Museum in Führungen intensiv kennengelernt. „Und wenn man die Kinder ernst nimmt, dann nehmen sie einen auch ernst“, so seine Erfahrung. Zu den Voraussetzungen, so viel „Leben in der Bude“ zulassen zu können wie am Grundschultag gehöre natürlich, dass er sich zu hundert Prozent auf seine aufsichtführenden Mitarbeiter verlassen könne. „Und es muss Spielregeln geben“, so Kraus. Dass „Im Museum wird nicht gerannt“ dazugehört, daran musste ab und zu ein Kind erinnert werden. Zu groß war manchmal der Wunsch, ganz schnell jemanden begrüßen und ihm das eigene Kunstwerk zeigen zu wollen. Die Statue des heiligen Nikolaus im großen Saal im zweiten Obergeschoss von Kolumba schien das bunte Treiben mit einem versonnen Lächeln zu beobachten. Dem Schutzpatron der Kinder dürfte der Grundschultag gefallen haben.« (Kathrin Becker, Kinder-Kunst in Kolumba, Großes Gewusel beim Grundschultag im Kunstmuseum des Erzbistums in: Kirchenzeitung Köln, 8.7.2016)

»Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, ist von Kunstkritikern zum „Museum des Jahres 2013“ gewählt worden. Die deutsche Sektion des internationalen Verbandes der Kunstkritiker (AICA) begründete ihre Entscheidung mit der „qualitätvollen Sammlung, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spannt“. Bei Übergabe der Auszeichnung am Montag in den Räumen des Museums wurde zudem das enge Zusammenspiel zwischen der bereits mehrfach ausgezeichneten Architektur des Hauses und der Sammlung hervorgehoben. Mit der Auszeichnung wolle die AICA ein kulturpolitisches Signal setzen, sagte Marie Luise Siering. Die Präsidentin der deutschsprachigen Sektion der 1949 gegründeten Organisation, der in 62 Ländern mehr als 4200 Kunstkritiker angehören, lobte die Arbeit der Kuratoren an Kolumba, weil sie ein Museum gestalteten, das sich gegen den „Mainstream“ der Kunstszene stelle. Als ein Museum „gegen die Hektik der Zeit“ lasse Kolumba dem Besucher Zeit, sich ohne von Führungen gestört zu werden, mit dem Raum und der Ausstellung auseinanderzusetzen. Diözesanadministrator Stefan Heße freute sich mit dem Team um Direktor Dr. Stefan Kraus über die hohe Auszeichnung für das Museum. Kolumba setzte die Tradition der im Krieg untergegangenen Kolumbakirche fort, die als größte Pfarrkirche der Stadt Köln auch immer einen Bogen in die Stadt hineingeschlagen habe. Kolumba, als Bauwerk, das über den Trümmern der Kirche errichtet wurde, schlage diesen Bogen nicht nur in die Stadt, sondern weit darüber ins Land hinaus, erklärte Heße. Er erinnerte in seiner Ansprache an einen langjährigen Mitarbeiter des Hauses, der wenige Tage zuvor unter tragischen Umständen zu Tode gekommen ist. Man habe überlegt, die Veranstaltung abzusagen. Aber dann habe man sich entschieden, die Preisverleihung doch zu veranstalten. Heße zeigte sich überzeugt, dass eine Absage nicht im Sinne des Verstorbenen gewesen wäre. „Auch das ist ein Spannungsbogen, der in unserem christlichen Glauben begründet ist und der dieses Haus auszeichnet“, sagte er. „Lassen Sie es hier nie langweilig werden“, gab Heße den Kuratoren mit auf den Weg. Stefan Kraus dankte für den Preis und den Verantwortlichen im Erzbistum, dass man „uns die Zeit gelassen hat, unser Konzept, das jetzt auch durch die Auszeichnung Anerkennung gefunden hat, in Ruhe zu entwickeln. Nach vielen Auszeichnungen für die Architektur, ist diese für uns die wichtigste“, sagte Kraus. (Robert Boecker, Kolumba Museum des Jahres, in: Kirchenzeitung Köln, 19/2014, 9. Mai 2014)

»Die Idee von Gott versuchten viele Künstler mit Hilfe von Bildern besser zu verstehen. Spiritualität hat also schon immer eine große Rolle für die Künstler gespielt. Heute ist der Einfluss allerdings nicht mehr immer unmittelbar im Ergebnis beziehungsweise im Kunsterk erkennbar und nachvollziehbar. Eines schönes Beispiel für diesen Wandel ist eine Ausstellung, die im letzten Jahr im Kolumbamuseum stattgefunden hat. In einer gemeinsamen Schau wurden Arbeiten von Paul Thek mit mittelalterlichen Reliquien kombiniert. Erst im gemeinsamen Kontext wurde die spirituelle Inspiration in den Arbeiten von Paul Thek deutlich« (Daniel Hug, Direktor der Art Cologne im Gespräch mit Bernhard Raspels, in: Kirchenzeitung Köln, 4.April 2014, S.49).

»Zu einem einzigartigen (aber hoffentlich nicht singulären) Ereignis wurde dann am Abend die Aufführung der Johannespassion von Johann Sebastian Bach im Museum Kolumba. Das Neue Rheinische Kammerorchester und der Figuralchor Köln ließen unter der Leitung von Erzdiözesanmusikdirektor Richard Mailänder das Werk nicht in einem Saal des Museums, sondern in verschiedenen Räumen erklingen. So wurde das ganze Haus zum Klangraum. Dabei wussten die Besucher nicht, in welchem Raum die Aufführung begann, es war auch nie klar, wo es weitergehen würde. auch wenn man vielleicht die ein odere andere Passage wegen der Entfernung nicht ganz deutlich hörte, zusammen mit den Kunstwerken bekamen die Zuhörer einen völlig neuen Aspekt der Bach-Passion geboten. Wer wollte konnte sich frei im Haus bewegen, vielleicht der Musik folgen. Man werde das Werk nicht in Besitz nehmen können, hatte Mailänder im Vorfeld angemerkt. Das stimmte so nicht ganz, es nur eine neue und sehr faszinierende Art, sich Bachs Musik zu nähern. Auch wenn darum gebeten worden war auf Applaus zu verzichten, die Künstler hatten ihn mehr als verdient.« (Helmut Pathe, Seht auf Eure Berufung. Musik bestimmte den diesjährigen Aschermittwoch der Künstler in Köln, in: Kirchenzeitung Köln, 14.3.2014, S.19).

»Im (fast) privaten Ambiente des Museums haben die Ausstellungsmacher um Dr. Stefan Kraus eine Form für intensive Dialoge gesucht, die ihre Arbeit begleiten kann. Die Gespräche sind für den Monent, entspringen der eigenen Neugierde und werden nicht aufgezeichnet. … Das Kolumbateam garantiert für interessante Gäste, nimmt sich allerdings auch die Freiheit des Scheiterns heraus, die mit dieser offenen Form verbunden ist.« (EB, "Blind-Date" im Kolumba, in: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, 27.1.2012)

»Gespannte Aufmerksamkeit herrschte dann im Maternushaus, als Dr. Stefan Kraus nach der Begrüßung durch Prälat Josef Sauerborn klarstellte, er wolle sich der Fraqe nach dem ästhetischen Augenblick, dem kurzen ersten Moment in der Begegnung mit Kunst aus seiner persönlichen Erfahrung mit Kunst und dem Betrachter annähern.… Langanhaltender Applaus machte deutlich, dass der Kolumba-Chef die gespannten Erwartungen der Zuhörer erfüllt hatte. Seine Anmerkungen waren, so empfanden es viele, nicht nur bedenkenswert, man hatte ihm auch genussvoll zuhören können. Ein ästhetischer Augenblick.« (Helmut Pathe, Der Blick, der zählt, Kirchenzeitung Köln, 6.März 2009)

»Zur Eröffnung von Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums, hört man vor allem einen Satz immer wieder: Was lange währt, wird endlich gut.… Das große Publikumsinteresse mag zwar auch an der medialen Begleitmusik zur Eröffnung liegen, aber wer die 'sandsteinfarbene Burg des Erhabenen', so die Süddeutsche Zeitung, betreten hat, wird von einer Stimmung eingefangen, die bisher wohl in keinem Museum der Domstadt so zu spüren war. Zwar ist die Ausstellungsfläche mit 1600 Quadratmetern nicht üppig, die Art und Weise aber, wie die 17 Räume mit sakralen, aber auch profanen Werken bestückt sind, hat etwas Luxuriöses. Denn gehängt und gestellt wurde wenig und das ist ganz deutlich ein Mehr für den Betrachter.… Die Rolle von 'Kolumba' für die Kirche ist auch klar. Man werde Menschen erreichen, die nicht regelmäßig zur Kirche gingen und man könne sie so in Kontakt mit der Botschaft des Glaubens bringen, ist sich Generalvikar Schwaderlapp sicher.« (Helmut Pathe, Gelungene Herausforderung, Kirchenzeitung Köln, 21.9.2007)

»Auch wenn es voll werden sollte, das Haus bietet Raum genug, sich zurück zu ziehen und das Zusammenspiel von Raum und Kunst auf sich wirken zu lassen. Vielleicht gelingt dieses Zusammenspiel deshalb so gut, weil die Museumsleute bewusst darauf verzichtet haben, die Räume mit Exponaten zu überladen. Hier zeigt sich, das weniger manchmal mehr ist.« (Robert Boecker, Kolumba, öffne dich!, Kirchenzeitung Köln, 14.9.2007, S.14)
 

 
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»Vom Boden bis zur Decke reicht die bunte „Himmelsleiter“, die die Klasse 3a der Katholischen Grundschule, Berrenrather Straße, gestaltet hat. Auf den Sprossen haben die Schülerinnen und Schüler jeweils ein Kinderrecht dargestellt, das ihnen besonders wichtig ist: das Recht auf Schutz, das Recht auf Spielen, das Recht auf Leben, … – illustriert mit kleinen Korkenmännchen, Knetfiguren und andere Basteleien. Das Besondere daran: die Leiter hing ein Wochenende lang nicht etwa im Klassenzimmer der Kinder oder im Foyer der Schule, sondern in Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Angebracht in Raum 8 im ersten Obergeschoss des Museums sah es fast aus, als würde die um 1480 entstandene Skulptur „Christus in der Rast“ sich dieses neue Kunstwerk in aller Ruhe betrachten. „Ich finde das ganz toll, dass ein Museum so mutig ist“, lobte bei dem Grundschultag vor zwei Wochen Besucherin Marita Cramer das Team von Kolumba. Ihre Enkelin Ida hatte an der Himmelsleiter mitgearbeitet un auch von Enkelin Lotte, Erstklässlerin an der Berrenrather Straße, war ein Kunstwerk ausgestellt. Cramers Lob galt aber nicht nur der Kombination der Kinder-Werke mit denen der aktuellen Ausstellung, sondern auch dem Mut des Museums, seine Pforten an einem Tag für alle Kinder der Schule (– rund 200 –), deren Geschwister, Eltern und Großeltern zu öffnen: ein riesiges Gewusel. „Wir müssen Formate haben, die das möglich machen“, sagte Museumsleiter Dr. Stefan Kraus. „Denn wir stellen die Kunst ja nicht als Selbstzweck aus, sondern für die Menschen – ob sie drei Jahre alt sind oder 93.“ Alle acht Klassen der diesjährigen Partnerschule von Kolumba hätten vor dem großen Tag der Ausstellung das Museum in Führungen intensiv kennengelernt. „Und wenn man die Kinder ernst nimmt, dann nehmen sie einen auch ernst“, so seine Erfahrung. Zu den Voraussetzungen, so viel „Leben in der Bude“ zulassen zu können wie am Grundschultag gehöre natürlich, dass er sich zu hundert Prozent auf seine aufsichtführenden Mitarbeiter verlassen könne. „Und es muss Spielregeln geben“, so Kraus. Dass „Im Museum wird nicht gerannt“ dazugehört, daran musste ab und zu ein Kind erinnert werden. Zu groß war manchmal der Wunsch, ganz schnell jemanden begrüßen und ihm das eigene Kunstwerk zeigen zu wollen. Die Statue des heiligen Nikolaus im großen Saal im zweiten Obergeschoss von Kolumba schien das bunte Treiben mit einem versonnen Lächeln zu beobachten. Dem Schutzpatron der Kinder dürfte der Grundschultag gefallen haben.« (Kathrin Becker, Kinder-Kunst in Kolumba, Großes Gewusel beim Grundschultag im Kunstmuseum des Erzbistums in: Kirchenzeitung Köln, 8.7.2016)

»Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, ist von Kunstkritikern zum „Museum des Jahres 2013“ gewählt worden. Die deutsche Sektion des internationalen Verbandes der Kunstkritiker (AICA) begründete ihre Entscheidung mit der „qualitätvollen Sammlung, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spannt“. Bei Übergabe der Auszeichnung am Montag in den Räumen des Museums wurde zudem das enge Zusammenspiel zwischen der bereits mehrfach ausgezeichneten Architektur des Hauses und der Sammlung hervorgehoben. Mit der Auszeichnung wolle die AICA ein kulturpolitisches Signal setzen, sagte Marie Luise Siering. Die Präsidentin der deutschsprachigen Sektion der 1949 gegründeten Organisation, der in 62 Ländern mehr als 4200 Kunstkritiker angehören, lobte die Arbeit der Kuratoren an Kolumba, weil sie ein Museum gestalteten, das sich gegen den „Mainstream“ der Kunstszene stelle. Als ein Museum „gegen die Hektik der Zeit“ lasse Kolumba dem Besucher Zeit, sich ohne von Führungen gestört zu werden, mit dem Raum und der Ausstellung auseinanderzusetzen. Diözesanadministrator Stefan Heße freute sich mit dem Team um Direktor Dr. Stefan Kraus über die hohe Auszeichnung für das Museum. Kolumba setzte die Tradition der im Krieg untergegangenen Kolumbakirche fort, die als größte Pfarrkirche der Stadt Köln auch immer einen Bogen in die Stadt hineingeschlagen habe. Kolumba, als Bauwerk, das über den Trümmern der Kirche errichtet wurde, schlage diesen Bogen nicht nur in die Stadt, sondern weit darüber ins Land hinaus, erklärte Heße. Er erinnerte in seiner Ansprache an einen langjährigen Mitarbeiter des Hauses, der wenige Tage zuvor unter tragischen Umständen zu Tode gekommen ist. Man habe überlegt, die Veranstaltung abzusagen. Aber dann habe man sich entschieden, die Preisverleihung doch zu veranstalten. Heße zeigte sich überzeugt, dass eine Absage nicht im Sinne des Verstorbenen gewesen wäre. „Auch das ist ein Spannungsbogen, der in unserem christlichen Glauben begründet ist und der dieses Haus auszeichnet“, sagte er. „Lassen Sie es hier nie langweilig werden“, gab Heße den Kuratoren mit auf den Weg. Stefan Kraus dankte für den Preis und den Verantwortlichen im Erzbistum, dass man „uns die Zeit gelassen hat, unser Konzept, das jetzt auch durch die Auszeichnung Anerkennung gefunden hat, in Ruhe zu entwickeln. Nach vielen Auszeichnungen für die Architektur, ist diese für uns die wichtigste“, sagte Kraus. (Robert Boecker, Kolumba Museum des Jahres, in: Kirchenzeitung Köln, 19/2014, 9. Mai 2014)

»Die Idee von Gott versuchten viele Künstler mit Hilfe von Bildern besser zu verstehen. Spiritualität hat also schon immer eine große Rolle für die Künstler gespielt. Heute ist der Einfluss allerdings nicht mehr immer unmittelbar im Ergebnis beziehungsweise im Kunsterk erkennbar und nachvollziehbar. Eines schönes Beispiel für diesen Wandel ist eine Ausstellung, die im letzten Jahr im Kolumbamuseum stattgefunden hat. In einer gemeinsamen Schau wurden Arbeiten von Paul Thek mit mittelalterlichen Reliquien kombiniert. Erst im gemeinsamen Kontext wurde die spirituelle Inspiration in den Arbeiten von Paul Thek deutlich« (Daniel Hug, Direktor der Art Cologne im Gespräch mit Bernhard Raspels, in: Kirchenzeitung Köln, 4.April 2014, S.49).

»Zu einem einzigartigen (aber hoffentlich nicht singulären) Ereignis wurde dann am Abend die Aufführung der Johannespassion von Johann Sebastian Bach im Museum Kolumba. Das Neue Rheinische Kammerorchester und der Figuralchor Köln ließen unter der Leitung von Erzdiözesanmusikdirektor Richard Mailänder das Werk nicht in einem Saal des Museums, sondern in verschiedenen Räumen erklingen. So wurde das ganze Haus zum Klangraum. Dabei wussten die Besucher nicht, in welchem Raum die Aufführung begann, es war auch nie klar, wo es weitergehen würde. auch wenn man vielleicht die ein odere andere Passage wegen der Entfernung nicht ganz deutlich hörte, zusammen mit den Kunstwerken bekamen die Zuhörer einen völlig neuen Aspekt der Bach-Passion geboten. Wer wollte konnte sich frei im Haus bewegen, vielleicht der Musik folgen. Man werde das Werk nicht in Besitz nehmen können, hatte Mailänder im Vorfeld angemerkt. Das stimmte so nicht ganz, es nur eine neue und sehr faszinierende Art, sich Bachs Musik zu nähern. Auch wenn darum gebeten worden war auf Applaus zu verzichten, die Künstler hatten ihn mehr als verdient.« (Helmut Pathe, Seht auf Eure Berufung. Musik bestimmte den diesjährigen Aschermittwoch der Künstler in Köln, in: Kirchenzeitung Köln, 14.3.2014, S.19).

»Im (fast) privaten Ambiente des Museums haben die Ausstellungsmacher um Dr. Stefan Kraus eine Form für intensive Dialoge gesucht, die ihre Arbeit begleiten kann. Die Gespräche sind für den Monent, entspringen der eigenen Neugierde und werden nicht aufgezeichnet. … Das Kolumbateam garantiert für interessante Gäste, nimmt sich allerdings auch die Freiheit des Scheiterns heraus, die mit dieser offenen Form verbunden ist.« (EB, "Blind-Date" im Kolumba, in: Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, 27.1.2012)

»Gespannte Aufmerksamkeit herrschte dann im Maternushaus, als Dr. Stefan Kraus nach der Begrüßung durch Prälat Josef Sauerborn klarstellte, er wolle sich der Fraqe nach dem ästhetischen Augenblick, dem kurzen ersten Moment in der Begegnung mit Kunst aus seiner persönlichen Erfahrung mit Kunst und dem Betrachter annähern.… Langanhaltender Applaus machte deutlich, dass der Kolumba-Chef die gespannten Erwartungen der Zuhörer erfüllt hatte. Seine Anmerkungen waren, so empfanden es viele, nicht nur bedenkenswert, man hatte ihm auch genussvoll zuhören können. Ein ästhetischer Augenblick.« (Helmut Pathe, Der Blick, der zählt, Kirchenzeitung Köln, 6.März 2009)

»Zur Eröffnung von Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums, hört man vor allem einen Satz immer wieder: Was lange währt, wird endlich gut.… Das große Publikumsinteresse mag zwar auch an der medialen Begleitmusik zur Eröffnung liegen, aber wer die 'sandsteinfarbene Burg des Erhabenen', so die Süddeutsche Zeitung, betreten hat, wird von einer Stimmung eingefangen, die bisher wohl in keinem Museum der Domstadt so zu spüren war. Zwar ist die Ausstellungsfläche mit 1600 Quadratmetern nicht üppig, die Art und Weise aber, wie die 17 Räume mit sakralen, aber auch profanen Werken bestückt sind, hat etwas Luxuriöses. Denn gehängt und gestellt wurde wenig und das ist ganz deutlich ein Mehr für den Betrachter.… Die Rolle von 'Kolumba' für die Kirche ist auch klar. Man werde Menschen erreichen, die nicht regelmäßig zur Kirche gingen und man könne sie so in Kontakt mit der Botschaft des Glaubens bringen, ist sich Generalvikar Schwaderlapp sicher.« (Helmut Pathe, Gelungene Herausforderung, Kirchenzeitung Köln, 21.9.2007)

»Auch wenn es voll werden sollte, das Haus bietet Raum genug, sich zurück zu ziehen und das Zusammenspiel von Raum und Kunst auf sich wirken zu lassen. Vielleicht gelingt dieses Zusammenspiel deshalb so gut, weil die Museumsleute bewusst darauf verzichtet haben, die Räume mit Exponaten zu überladen. Hier zeigt sich, das weniger manchmal mehr ist.« (Robert Boecker, Kolumba, öffne dich!, Kirchenzeitung Köln, 14.9.2007, S.14)