Kolumba
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»…und jetzt Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. In diesem mehrstöckigen Riesengebäude, wo historische und moderne Architektur miteinander verzahnt sind, wird gerade eine neue Ausstellung „playing by heart“ gezeigt, welche als Gegenbilder des Schmerzes „Freude und Hoffnung“ Raum geben möchte. | Diese Begriffe sind natürlich extrem weitläufig, man könnte sie auf viele Objekte beziehen. Ob Leos Janáceks „Tagebuch eines Verschollenen“ und Gustav Holsts „Savitri“ zwingend zu ihnen gehören, kann man dieskutieren. Immerhin führte die Wahl dieser beiden Werke zu einem Kontakt der Oper mit dem Kolumba-Museum, welches seine Räume erklärtermaßen gerne für einen unorthodoxen Musiktheaterabend zur Verfügung stellte. Für Janáceks wählte man den Ausgrabungsraum, wo historische Restbauten eine Art von Trümmerlandschaft bilden. Hinzu gefügt sind moderne Stützsäulen in Raumhöhe und eine begehbare Holzbrücke für Besucher. Holst findet in einem oberen Ausstellungsraum statt, in welchem Bernhard Leitners Installation „Serpentinata“ von 2004/14 zu sehen ist, eine schlangenartig gewundene Schlauchskulptur, aus deren kleinen Lautsprechen es fortwährend tönt und spricht (natürlich nicht während der Aufführung).
Selbst wenn man den großen Nachhall der Räume in Rechnung stellt, welcher die Stimmen wie auf Wolken trägt, lässt sich über die Sänger des Abends (bis hin zu den Lontano-„Choristen“) verlässlich nur das Allerbeste sagen. | Die unorthodoxen Räumlichkeiten laden somit auch ein Publikum ein, welches mit Oper sonst vielleicht nicht viel am Hut hat.« (Christoph Zimmermann, Köln/Kolumba Kunstmuseum: Tagebuch eines Verschollenen (Janacek)/Savitri (Holst). Premiere, in: Der neue Merker, 01.06.15)
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Kritiken :: Der neue Merkur

»…und jetzt Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln. In diesem mehrstöckigen Riesengebäude, wo historische und moderne Architektur miteinander verzahnt sind, wird gerade eine neue Ausstellung „playing by heart“ gezeigt, welche als Gegenbilder des Schmerzes „Freude und Hoffnung“ Raum geben möchte. | Diese Begriffe sind natürlich extrem weitläufig, man könnte sie auf viele Objekte beziehen. Ob Leos Janáceks „Tagebuch eines Verschollenen“ und Gustav Holsts „Savitri“ zwingend zu ihnen gehören, kann man dieskutieren. Immerhin führte die Wahl dieser beiden Werke zu einem Kontakt der Oper mit dem Kolumba-Museum, welches seine Räume erklärtermaßen gerne für einen unorthodoxen Musiktheaterabend zur Verfügung stellte. Für Janáceks wählte man den Ausgrabungsraum, wo historische Restbauten eine Art von Trümmerlandschaft bilden. Hinzu gefügt sind moderne Stützsäulen in Raumhöhe und eine begehbare Holzbrücke für Besucher. Holst findet in einem oberen Ausstellungsraum statt, in welchem Bernhard Leitners Installation „Serpentinata“ von 2004/14 zu sehen ist, eine schlangenartig gewundene Schlauchskulptur, aus deren kleinen Lautsprechen es fortwährend tönt und spricht (natürlich nicht während der Aufführung).
Selbst wenn man den großen Nachhall der Räume in Rechnung stellt, welcher die Stimmen wie auf Wolken trägt, lässt sich über die Sänger des Abends (bis hin zu den Lontano-„Choristen“) verlässlich nur das Allerbeste sagen. | Die unorthodoxen Räumlichkeiten laden somit auch ein Publikum ein, welches mit Oper sonst vielleicht nicht viel am Hut hat.« (Christoph Zimmermann, Köln/Kolumba Kunstmuseum: Tagebuch eines Verschollenen (Janacek)/Savitri (Holst). Premiere, in: Der neue Merker, 01.06.15)