Kolumba
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Dezember 2002 bis Februar 2003
Attila Kovács – Studien und Sequenzen
Sterne für Kolumba – Teil 3

»Ich beschäftige mich seit Mitte der 60er Jahre mit Zeit-Strukturen.« Dies sagt in unserem Fall weder ein Physiker noch ein Mathematiker oder Philosoph, sondern ein Maler, dessen Werk eine völlig unverwechselbare Handschrift trägt: Attila Kovács. Seine Malerei basiert nicht auf der Abstraktion wahrnehmbarer Wirklichkeit, sondern allein auf rationalen Festlegungen, die – wie in der Mathematik – synthetisch generiert werden. Auf der Grundlage logischer Parameter entwickelt sich ein additives Programm, dessen Realisation das Bild als sichtbare Form einer Struktur ist. Indem Kovács den Zusammenhang von struktureller Bedingung und visueller Wahrnehmbarkeit untersucht, lässt er in seinen Gemälden die Schönheit der Relativität sichtbar werden: denn Struktur ist mit Form nicht identisch! Diese wichtigste Entdeckung beansprucht universelle Gültigkeit. Während Kovács' erkenntnistheoretischer Ansatz schon 1970 in einem ersten Aufsatz von Max Bense gewürdigt wurde, gilt es seine malerische Qualität noch heute zu entdecken. 48 erstmals ausgestellte Studien, die ab 1959 in völliger künstlerischer Isolation in Budapest entstanden, lassen eindrucksvoll die Konsequenz erahnen, mit der Attila Kovács sein Oeuvre entwickelt hat. Die Ausstellung selbst verspricht innerhalb unserer poetischen Reihe den Ausblick in einen sternenklaren Winterhimmel. Als Resultate einer Formsuche, die aus dem Ringen mit der Materie hervorgeht, bilden zwei Skulpturen von Louise Bourgeois und Heinz Breloh auch im dritten Teil der »Sterne für Kolumba« bewusste Kontrapunkte.

(Werkbuch)


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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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2012 Art is Liturgy – Paul Thek

2012 Leiko Ikemura
2012 Volker Saul
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2011 Birgit Antoni
2011 denken

2011 Philipp Wewerka
2011 Kunst-Station St. Peter
2010 Mischa Kuball
2010 Noli me tangere!

2010 Heinrich Küpper
2010 Robert Haiss
2010 Renate Köhler
2010 Georg Baumgarten
2009 Stefan Wewerka
2009 Hinterlassenschaft

2009 Koho Mori-Newton
2009 Hermann Abrell
2008 Heiner Binding
2008 Der Mensch verlässt die Erde

2007 Der unendliche Raum…

2006 Im Garten der Wirklichkeit II
2006 Werner Schriefers
2006 Im Garten der Wirklichkeit I
2005 Schenkung Egner
2005 Leiko Ikemura
2005 Arma Christi
2005 Hans Josephsohn
2005 Die koptischen Textilien
2005 Birgit Antoni
2004 Monika Bartholomé
2004 Max Cole
2003 Reliquienkreuze
2004 Heinrich Küpper
2003 Martin Frommelt
2003 150 Jahre!
2002 Attila Kovács
2002 Herbert Falken
2002 Peter Tollens
2001 ars vivendi
2001 Peter Zumthor
2000 Volumen
2000 walkmen
2000 Die Schenkung Härle
2000 Kinderzeichnungen
2000 Über die Wirklichkeit
1999 Andor Weininger
1999 Joseph Marioni
1999 Andy Warhol
1998 Kunsthalle Baden-Baden
1998 Glaube und Wissen
1998 Stephan Baumkötter
1998 Bernd Ikemann
1998 Kabakov Pane u.a.
1998 Hildegard Domizlaff
1997 Cage Tsangaris u.a.
1997 Richard Serra
1997 Manos Tsangaris
1997 Kunst-Station
1997 Klaus vom Bruch
1997 Über den Ort: Kolumba
1996 Über die Ambivalenz
1996 Chris Newman
1996 Peter Tollens
1996 Wolfgang Laib
1996 Über die Farbe
1995 Frühchristliche Kunst
1995 Mischa Kuball
1995 Palast der Kunst
1995 Horn Falken Michals, u.a.
1995 Monika Bartholomé
1993 Tápies Thek Tuttle u.a.
1992 Vaticana
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Ausstellungen :: 2002 Attila Kovács

Dezember 2002 bis Februar 2003
Attila Kovács – Studien und Sequenzen
Sterne für Kolumba – Teil 3

»Ich beschäftige mich seit Mitte der 60er Jahre mit Zeit-Strukturen.« Dies sagt in unserem Fall weder ein Physiker noch ein Mathematiker oder Philosoph, sondern ein Maler, dessen Werk eine völlig unverwechselbare Handschrift trägt: Attila Kovács. Seine Malerei basiert nicht auf der Abstraktion wahrnehmbarer Wirklichkeit, sondern allein auf rationalen Festlegungen, die – wie in der Mathematik – synthetisch generiert werden. Auf der Grundlage logischer Parameter entwickelt sich ein additives Programm, dessen Realisation das Bild als sichtbare Form einer Struktur ist. Indem Kovács den Zusammenhang von struktureller Bedingung und visueller Wahrnehmbarkeit untersucht, lässt er in seinen Gemälden die Schönheit der Relativität sichtbar werden: denn Struktur ist mit Form nicht identisch! Diese wichtigste Entdeckung beansprucht universelle Gültigkeit. Während Kovács' erkenntnistheoretischer Ansatz schon 1970 in einem ersten Aufsatz von Max Bense gewürdigt wurde, gilt es seine malerische Qualität noch heute zu entdecken. 48 erstmals ausgestellte Studien, die ab 1959 in völliger künstlerischer Isolation in Budapest entstanden, lassen eindrucksvoll die Konsequenz erahnen, mit der Attila Kovács sein Oeuvre entwickelt hat. Die Ausstellung selbst verspricht innerhalb unserer poetischen Reihe den Ausblick in einen sternenklaren Winterhimmel. Als Resultate einer Formsuche, die aus dem Ringen mit der Materie hervorgeht, bilden zwei Skulpturen von Louise Bourgeois und Heinz Breloh auch im dritten Teil der »Sterne für Kolumba« bewusste Kontrapunkte.

(Werkbuch)