Kolumba
Kolumbastraße 4
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Februar und März 1996
Wolfgang Laib »Reishäuser«
Kabinettausstellung im Fenster

Auf dem Fußboden ruhen, blockhaft geschlossen, zwei langgestreckte »Reishäuser« aus weißem Stein. Angeschüttete Reishügel umgeben sie. Wolfgang Laib holt diese beiden eigenen Arbeiten aus den 90er Jahren für die Ausstellung »… im Fenster« des Diözesanmuseums aus seinem Atelier und bringt sie mit einem schlichten spätmittelalterlichen Ziborium zusammen, das in eine Wandnische eingestellt ist. Ohne vordergründigen und offenbaren Zusammenhang ordnen sich die Dinge wie selbstverständlich zu einer Einheit. Einfach erscheinen sie: das schmucklose, sechseckige Gefäß mit seinem zeltdachförmigen Deckel ebenso wie die soliden Marmorblöcke in Gestalt von Häusern. »Einfach« im Sinne von »selbstverständlich« und »natürlich« fügt sich auch der Reis als seit Jahrtausenden angebautes Nahrungsmittel ins Bild. Vorstellungen von Fülle verbinden sich mit den ungezählten aufgehäuften Reiskörnern wie mit der langgestreckten Hausform, die an Speicher denken läßt; Fülle birgt auch das Ziborium, wenn es das eucharistische Brot bewahrt. Die Formen jedoch, welche diesen Reichtum in sich bergen, sind karg und einfach. Ihre Einfachheit und das selbstverständliche Miteinander von »Reishäusern« und Ziborium strahlen Gelassenheit aus. So entsteht inmitten großstädtischen Getriebes mit seinen Anforderungen zum Agieren und Reagieren ein Ort der Gelassenheit, ein zeitloser Ort, an dem der Mensch bei sich selbst gelassen wird. (Eine Dokumentation mit Text und Abbildungen erscheint nach der Ausstellung.)

(Publikation)


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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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2014 playing by heart

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2013 Norbert Schwontkowski
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2012 Art is Liturgy – Paul Thek

2012 Leiko Ikemura
2012 Volker Saul
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2011 Birgit Antoni
2011 denken

2011 Philipp Wewerka
2011 Kunst-Station St. Peter
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2010 Noli me tangere!

2010 Heinrich Küpper
2010 Robert Haiss
2010 Renate Köhler
2010 Georg Baumgarten
2009 Stefan Wewerka
2009 Hinterlassenschaft

2009 Koho Mori-Newton
2009 Hermann Abrell
2008 Heiner Binding
2008 Der Mensch verlässt die Erde

2007 Der unendliche Raum…

2006 Im Garten der Wirklichkeit II
2006 Werner Schriefers
2006 Im Garten der Wirklichkeit I
2005 Schenkung Egner
2005 Leiko Ikemura
2005 Arma Christi
2005 Hans Josephsohn
2005 Die koptischen Textilien
2005 Birgit Antoni
2004 Monika Bartholomé
2004 Max Cole
2003 Reliquienkreuze
2004 Heinrich Küpper
2003 Martin Frommelt
2003 150 Jahre!
2002 Attila Kovács
2002 Herbert Falken
2002 Peter Tollens
2001 ars vivendi
2001 Peter Zumthor
2000 Volumen
2000 walkmen
2000 Die Schenkung Härle
2000 Kinderzeichnungen
2000 Über die Wirklichkeit
1999 Andor Weininger
1999 Joseph Marioni
1999 Andy Warhol
1998 Kunsthalle Baden-Baden
1998 Glaube und Wissen
1998 Stephan Baumkötter
1998 Bernd Ikemann
1998 Kabakov Pane u.a.
1998 Hildegard Domizlaff
1997 Cage Tsangaris u.a.
1997 Richard Serra
1997 Manos Tsangaris
1997 Kunst-Station
1997 Klaus vom Bruch
1997 Über den Ort: Kolumba
1996 Über die Ambivalenz
1996 Chris Newman
1996 Peter Tollens
1996 Wolfgang Laib
1996 Über die Farbe
1995 Frühchristliche Kunst
1995 Mischa Kuball
1995 Palast der Kunst
1995 Horn Falken Michals, u.a.
1995 Monika Bartholomé
1993 Tápies Thek Tuttle u.a.
1992 Vaticana
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Ausstellungen :: 1996 Wolfgang Laib

Februar und März 1996
Wolfgang Laib »Reishäuser«
Kabinettausstellung im Fenster

Auf dem Fußboden ruhen, blockhaft geschlossen, zwei langgestreckte »Reishäuser« aus weißem Stein. Angeschüttete Reishügel umgeben sie. Wolfgang Laib holt diese beiden eigenen Arbeiten aus den 90er Jahren für die Ausstellung »… im Fenster« des Diözesanmuseums aus seinem Atelier und bringt sie mit einem schlichten spätmittelalterlichen Ziborium zusammen, das in eine Wandnische eingestellt ist. Ohne vordergründigen und offenbaren Zusammenhang ordnen sich die Dinge wie selbstverständlich zu einer Einheit. Einfach erscheinen sie: das schmucklose, sechseckige Gefäß mit seinem zeltdachförmigen Deckel ebenso wie die soliden Marmorblöcke in Gestalt von Häusern. »Einfach« im Sinne von »selbstverständlich« und »natürlich« fügt sich auch der Reis als seit Jahrtausenden angebautes Nahrungsmittel ins Bild. Vorstellungen von Fülle verbinden sich mit den ungezählten aufgehäuften Reiskörnern wie mit der langgestreckten Hausform, die an Speicher denken läßt; Fülle birgt auch das Ziborium, wenn es das eucharistische Brot bewahrt. Die Formen jedoch, welche diesen Reichtum in sich bergen, sind karg und einfach. Ihre Einfachheit und das selbstverständliche Miteinander von »Reishäusern« und Ziborium strahlen Gelassenheit aus. So entsteht inmitten großstädtischen Getriebes mit seinen Anforderungen zum Agieren und Reagieren ein Ort der Gelassenheit, ein zeitloser Ort, an dem der Mensch bei sich selbst gelassen wird. (Eine Dokumentation mit Text und Abbildungen erscheint nach der Ausstellung.)

(Publikation)