Kolumba
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Museum des Jahres 2013
Deutsche Sektion des Internationalen
Verbandes der Kunstkritiker (AICA)

Die deutsche Sektion des internationalen Verbandes der Kunstkritiker (AICA) hat Kolumba zum "Museum des Jahres 2013" gekürt. In der Begründung heißt es, das Museum zeichne sich durch eine »hervorragende Architektur« sowie durch eine »qualitätvolle Sammlung aus, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spannt«. Außerdem gäbe es auch Künstlern eine Öffentlichkeit, "die gemeinhin wenig Medieninteresse gewinnen.« (18. November 2013). Die Preisverleihung fand als öffentliche Veranstaltung am Montag, den 5. Mai 2014, in Kolumba statt. Bei gleicher Gelegenheit wurden auch der Preis für die beste Ausstellung (Museum Folkwang, Essen) und der Preis für die besondere Ausstellung (Museum Abteiberg, Mönchengladbach) vergeben.| Hier der vollständige Wortlaut der Begründung: »Jedes Jahr kürt die AICA Deutschland ein Museum, welches sich durch die Eigenständigkeit seines Programms auszeichnet und sich quer zu den herrschenden Trends zum Art-Entertainment verhält. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an ein Museum, dessen Sammlung auf das Jahr 1853 zurück geht und dessen Neubau, Sammlungserweiterung und Ausstellungskonzept über Jahrzehnte hinweg bis ins letzte Detail ausgetüftelt wurde: das Kolumba Museum, heutiger Name des Erzbischöflichen Diözesanmuseums in Köln. Um 1990 fiel die Entscheidung, die alten kirchlichen Bestände durch Werke zeitgenössischer Kunst zu erweitern, welche sich im weitesten Sinn mit christlichen Werten, mit dem Erhabenen, Numinosen oder auch nur mit dem Zeitlosen auseinandersetzen. Die 1991 vom Philosophen Walter Warnach geschenkte Beuys Arbeit Munitionskiste mit „Kreuz mit Sonne“, Fichtenstamm mit „Berglampe“ legte die Latte hoch. So verstehen sich die zeitgenössischen Kunstwerke in einer Kontinuität mit den alten Beständen. Tradition und Innovation treffen aufeinander. Dies gilt auch für die außerordentliche Architektur des 2007 eröffneten Museums von Peter Zumthor. Er hat einen sensiblen und differenzierten Neubau um die Sammlung herum errichtet, mit verschieden hohen Räumen, die den Ausstellungsbedürfnissen der Sammlung und der jährlichen Sonderausstellung optimal entsprechen. Außerdem ermöglicht er die Begehung der darunter gelegenen Ruinen der Kirche von Sankt Kolumba, sodass eine Symbiose zwischen der im Krieg zerstörten Kirche und deren erzbischöflichen Sammlung entsteht. Das Kolumba Museum zielt auf Wahrnehmung und Beschaulichkeit: Keine Inszenierung durch Lichteffekte, sondern nur Tageslicht, wodurch die Kunstwerke gleichwertig präsentiert werden und es Sache des Besuchers ist, selbst seine Lieblinge auszuwählen. Keine Beschriftungen, sondern ein Begleitheft mit informativen Kurztexten zu den ausgestellten Werken. Sitzgelegenheiten, aber keine störenden Führungen während der Öffnungszeiten, keine Cafeteria, kein Shop, aber ein Ticket gültig für den ganzen Tag, das wiederholtes Ein- und Ausgehen ermöglicht. Einmal pro Jahr wird die Sammlung nach thematischen Kriterien neu geordnet. In diesem Jahr ist es der Schrein. Es findet eine einzige monografische Ausstellung pro Jahr statt, die den Fokus auf einen thematisch mit der Sammlung verbundenen Künstler legt. Die Ausstellung wird von einer wissenschaftlich durchdachten und aufwendig gestalteten Publikation begleitet. Um die Kontinuität von Ausstellung zu Ausstellung zu untermauern, werden Werke der Sonderausstellung des Vorjahres in die Sammlungsschau integriert. Das Begleitprogramm wiederum beleuchtet verschiedene Aspekte der Sonderausstellung. Zusammenfassend zeichnet sich das Kolumba Museum durch eine hervorragende Architektur aus, durch eine qualitätvolle Sammlung, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spannt, durch ein stringentes Ausstellungskonzept, das Hand in Hand mit der Sammlung geht und Künstler vorstellt, die an der Peripherie des Medieninteresses liegen. Alles ist auf Beschaulichkeit und Wahrnehmung ausgerichtet, auf die Erziehung zur Langsamkeit des Sehens – wahrlich ein Museum gegen die Hektik der Zeit, in diesem Sinne ein Museum gegen den Strich und genau das, was AICA zu würdigen schätzt.« Koblenz, Danièle Perrier 2013 (Quelle: www.aica.de)
 

 
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KOLUMBA :: Auszeichnungen :: 2014 Museum des Jahres 2013

Museum des Jahres 2013
Deutsche Sektion des Internationalen
Verbandes der Kunstkritiker (AICA)

Die deutsche Sektion des internationalen Verbandes der Kunstkritiker (AICA) hat Kolumba zum "Museum des Jahres 2013" gekürt. In der Begründung heißt es, das Museum zeichne sich durch eine »hervorragende Architektur« sowie durch eine »qualitätvolle Sammlung aus, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spannt«. Außerdem gäbe es auch Künstlern eine Öffentlichkeit, "die gemeinhin wenig Medieninteresse gewinnen.« (18. November 2013). Die Preisverleihung fand als öffentliche Veranstaltung am Montag, den 5. Mai 2014, in Kolumba statt. Bei gleicher Gelegenheit wurden auch der Preis für die beste Ausstellung (Museum Folkwang, Essen) und der Preis für die besondere Ausstellung (Museum Abteiberg, Mönchengladbach) vergeben.| Hier der vollständige Wortlaut der Begründung: »Jedes Jahr kürt die AICA Deutschland ein Museum, welches sich durch die Eigenständigkeit seines Programms auszeichnet und sich quer zu den herrschenden Trends zum Art-Entertainment verhält. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an ein Museum, dessen Sammlung auf das Jahr 1853 zurück geht und dessen Neubau, Sammlungserweiterung und Ausstellungskonzept über Jahrzehnte hinweg bis ins letzte Detail ausgetüftelt wurde: das Kolumba Museum, heutiger Name des Erzbischöflichen Diözesanmuseums in Köln. Um 1990 fiel die Entscheidung, die alten kirchlichen Bestände durch Werke zeitgenössischer Kunst zu erweitern, welche sich im weitesten Sinn mit christlichen Werten, mit dem Erhabenen, Numinosen oder auch nur mit dem Zeitlosen auseinandersetzen. Die 1991 vom Philosophen Walter Warnach geschenkte Beuys Arbeit Munitionskiste mit „Kreuz mit Sonne“, Fichtenstamm mit „Berglampe“ legte die Latte hoch. So verstehen sich die zeitgenössischen Kunstwerke in einer Kontinuität mit den alten Beständen. Tradition und Innovation treffen aufeinander. Dies gilt auch für die außerordentliche Architektur des 2007 eröffneten Museums von Peter Zumthor. Er hat einen sensiblen und differenzierten Neubau um die Sammlung herum errichtet, mit verschieden hohen Räumen, die den Ausstellungsbedürfnissen der Sammlung und der jährlichen Sonderausstellung optimal entsprechen. Außerdem ermöglicht er die Begehung der darunter gelegenen Ruinen der Kirche von Sankt Kolumba, sodass eine Symbiose zwischen der im Krieg zerstörten Kirche und deren erzbischöflichen Sammlung entsteht. Das Kolumba Museum zielt auf Wahrnehmung und Beschaulichkeit: Keine Inszenierung durch Lichteffekte, sondern nur Tageslicht, wodurch die Kunstwerke gleichwertig präsentiert werden und es Sache des Besuchers ist, selbst seine Lieblinge auszuwählen. Keine Beschriftungen, sondern ein Begleitheft mit informativen Kurztexten zu den ausgestellten Werken. Sitzgelegenheiten, aber keine störenden Führungen während der Öffnungszeiten, keine Cafeteria, kein Shop, aber ein Ticket gültig für den ganzen Tag, das wiederholtes Ein- und Ausgehen ermöglicht. Einmal pro Jahr wird die Sammlung nach thematischen Kriterien neu geordnet. In diesem Jahr ist es der Schrein. Es findet eine einzige monografische Ausstellung pro Jahr statt, die den Fokus auf einen thematisch mit der Sammlung verbundenen Künstler legt. Die Ausstellung wird von einer wissenschaftlich durchdachten und aufwendig gestalteten Publikation begleitet. Um die Kontinuität von Ausstellung zu Ausstellung zu untermauern, werden Werke der Sonderausstellung des Vorjahres in die Sammlungsschau integriert. Das Begleitprogramm wiederum beleuchtet verschiedene Aspekte der Sonderausstellung. Zusammenfassend zeichnet sich das Kolumba Museum durch eine hervorragende Architektur aus, durch eine qualitätvolle Sammlung, die den Bogen zwischen alter und zeitgenössischer Kunst spannt, durch ein stringentes Ausstellungskonzept, das Hand in Hand mit der Sammlung geht und Künstler vorstellt, die an der Peripherie des Medieninteresses liegen. Alles ist auf Beschaulichkeit und Wahrnehmung ausgerichtet, auf die Erziehung zur Langsamkeit des Sehens – wahrlich ein Museum gegen die Hektik der Zeit, in diesem Sinne ein Museum gegen den Strich und genau das, was AICA zu würdigen schätzt.« Koblenz, Danièle Perrier 2013 (Quelle: www.aica.de)