Kolumba
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Friedlieb Ferdinand Runge-Preis
für unkonventionelle Kunstvermittlung
Stiftung Preussische Seehandlung

Der Preis wurde 1994 errichtet zur Würdigung außergewöhnlicher Verdienste um die Vermittlung von Kunst im deutschsprachigen Raum. Vergabe alle zwei Jahre nach Entscheid eines Einzeljurors. Keine Bewerbung möglich. Öffentliche Verleihung in der Berlinischen Galerie. Das Preisgeld dient neuen künstlerischen Aktionen des Preisträgers. Preisträger waren u.a. Matthias Flügge (1994), Harald Szeemann (1997), Bernhard Leitner (2007), Stephanie Barron und Eckhard Gillen (2011).

Begründung der Jury: »Seit mehr als 25 Jahren ist Stefan Kraus mit Kunstvermittlung befasst. Zuerst im Kölnischen Kunstverein, dann seit 1991 im Kölner Erzbischöflichen Diözesanmuseum, das als Institution seit 2004 Kolumba heißt. Ein Ort der Kunst, der ganz auf die Gegenwart von Werken vertraut und auf die ästhetischen und geistigen Kräfte setzt, die allein aus ihrer konzentrierten Wahrnehmung entspringen können. Vermittlung ist im Verständnis von Stefan Kraus das Hervorrufen des „ästhetischen Augenblicks“ als einer nur der Kunst möglichen Erkenntnisform, die er als „existenzielle Erfahrung von Menschlichkeit“ beschreibt. Didaktik, Erklärungen oder sprachliche Vergegenwärtigungen können diesen an Werk und Raum und Zeit gebundenen Augenblick nicht ersetzen. Dass das Kolumba auf Spektakel und hohe Besucherzahlen erheischende Events ebenso verzichtet wie auf Audioguides und Texttafeln, resultiert aus dieser Haltung. Dazu gehört auch, dass ästhetische Bildung als notwendige Bedingung von Humanität früh beginnen muss und nie abgeschlossen sein kann. Kraus hat sein komplexes Verständnis von den aktuellen Aufgaben des Museums in eindrucksvollen Texten dargelegt.« (Matthias Flügge, Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden)

Die Preisverleihung findet am 14. November 2017 in der Berlinischen Galerie statt.
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Auszeichnungen :: 2017 Friedlieb F. Runge Preis

Friedlieb Ferdinand Runge-Preis
für unkonventionelle Kunstvermittlung
Stiftung Preussische Seehandlung

Der Preis wurde 1994 errichtet zur Würdigung außergewöhnlicher Verdienste um die Vermittlung von Kunst im deutschsprachigen Raum. Vergabe alle zwei Jahre nach Entscheid eines Einzeljurors. Keine Bewerbung möglich. Öffentliche Verleihung in der Berlinischen Galerie. Das Preisgeld dient neuen künstlerischen Aktionen des Preisträgers. Preisträger waren u.a. Matthias Flügge (1994), Harald Szeemann (1997), Bernhard Leitner (2007), Stephanie Barron und Eckhard Gillen (2011).

Begründung der Jury: »Seit mehr als 25 Jahren ist Stefan Kraus mit Kunstvermittlung befasst. Zuerst im Kölnischen Kunstverein, dann seit 1991 im Kölner Erzbischöflichen Diözesanmuseum, das als Institution seit 2004 Kolumba heißt. Ein Ort der Kunst, der ganz auf die Gegenwart von Werken vertraut und auf die ästhetischen und geistigen Kräfte setzt, die allein aus ihrer konzentrierten Wahrnehmung entspringen können. Vermittlung ist im Verständnis von Stefan Kraus das Hervorrufen des „ästhetischen Augenblicks“ als einer nur der Kunst möglichen Erkenntnisform, die er als „existenzielle Erfahrung von Menschlichkeit“ beschreibt. Didaktik, Erklärungen oder sprachliche Vergegenwärtigungen können diesen an Werk und Raum und Zeit gebundenen Augenblick nicht ersetzen. Dass das Kolumba auf Spektakel und hohe Besucherzahlen erheischende Events ebenso verzichtet wie auf Audioguides und Texttafeln, resultiert aus dieser Haltung. Dazu gehört auch, dass ästhetische Bildung als notwendige Bedingung von Humanität früh beginnen muss und nie abgeschlossen sein kann. Kraus hat sein komplexes Verständnis von den aktuellen Aufgaben des Museums in eindrucksvollen Texten dargelegt.« (Matthias Flügge, Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden)

Die Preisverleihung findet am 14. November 2017 in der Berlinischen Galerie statt.