Kolumba
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14. September 2020 – 16. August 2021
Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir
Kunst und Choreografie

Eine Kooperation von Kolumba und tanz.köln

Heinz Breloh, »Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt)«, Anne Teresa De Keersmaeker/Rosas, Esther Kläs, Bernhard Leitner, Duane Michals, Richard Tuttle, Hannah Villiger

»Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir« ist eine Ausstellung mit acht Kapiteln, die sich in einer öffentlichen Aufbauphase fortlaufend verändern und zusammenfügen wird. Sie vereint Arbeiten von Künstler_innen, die herkömmliche Körperbilder einer kritischen Revision unterziehen und in verschiedenen künstlerischen Medien nach anderen Möglichkeiten der Repräsentation suchen. Die Ausstellung holt die Choreografie und den Tanz von der Bühne weg in den Aktionsraum des Museums, um die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten miteinander in Kontakt zu bringen und übergreifende Fragestellungen erlebbar zu machen: Wie kann man einen Körper wiedergeben? Welche Rolle spielen körperliche Erfahrungen und Erinnerungen in der Wahrnehmung von Welt? Gibt es ein spezifisch körperliches Denken? Welche Spuren eines choreografischen Denkens gibt es in der bildenden Kunst? Wie adressiert und inszeniert ein Kunstwerk sein Gegenüber? Ist eine Ausstellung eine Choreografie? Was für eine Rolle spielen dabei institutionelle Regeln und Handlungsanweisungen?

Kapitel 6
Hannah Villiger (ab 22. Oktober)
Eröffnung: Mittwoch, 21. Oktober, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Hannah Villiger beginnt in den frühen 1980er Jahren, ihren Körper mit der Kamera zu erforschen. Im Dialog mit sich selbst – als »kleines Spiel zwischen dem Ich und dem Mir« (Tagebuch 1989) – fotografiert sie sich mit der Polaroidkamera. Die so gewonnenen Bilder vergrößert sie über den Weg eines Zwischennegativs und zieht sie auf Aluminiumplatten, die sie als Einzelbilder zeigt oder zu Blöcken konstelliert. Mit dieser Rückbesinnung auf sich selbst hat Hannah Villiger für die Künstlerinnen der 1990er Jahre und für ein selbstbewusstes Anders-Sehen des Körpers aus weiblicher Sicht Pionierarbeit geleistet. (In enger Zusammenarbeit mit The Estate of Hannah Villiger und mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung sowie der Landis & Gyr-Stiftung).

Kapitel 7
»Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt)« (ab 29. Oktober)
Eröffnung. Mittwoch, 28. Oktober, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Nicole Baginski, Tanja Geiß, Patrick Henkel, Eva Kot'átková, Susanne Kümpel, Andreas Maus, Michael Müller, Anna Rossa

Kapitel 8
Heinz Breloh (ab 5. November)
Eröffnung: Mittwoch, 4. November, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)

bisher eröffnet:

Kapitel 1
Anne Teresa de Keersmaeker/ Rosas
»Dark Red« (14. – 20. September, 12 – 17 Uhr)
Als Auftakt und als integraler Bestandteil der Jahresausstellung über Kunst und Choreografie bringt die belgische Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker (*1960) mit ihrer Compagnie Rosas über den Zeitraum von einer Woche während den regulären Öffnungszeiten ein eigens für diesen Ort realisiertes Stück zur Aufführung. »Dark Red« schafft ausgehend von El Grecos Apostelportraits (Toledo) und der Zahl 12 einen Raum gegenseitiger Inspiration: ein Dodekaeder – zwölf Teile von Salvatore Sciarrinos »L’Opera Per Flauto« – zwölf Tänzer. Begleitet werden die Tänzer von zwei Musiker_innen des ICTUS Ensembles. Der von De Keersmaeker eingerichtete Kabinettraum bleibt über die gesamte Dauer der Ausstellung erhalten. Kurzer Film hier

Kapitel 2
Richard Tuttle (ab 24. September)
Eröffnung: Mittwoch, 23. September, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Zur Eröffnung und danach an jedem Samstag findet um 15 Uhr die Aufführung der Arbeit »Ten Kinds of Memory and Memory Itself« statt; mit Jana Griess, Giada Peli, Jovana Petrovska, Almuth Isa Maria Schmidbauer, Katharina Senzenberger, Josefine Simonsen und Amalia Zafeiri; in Kooperation mit dem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. (Aufgrund der Corona-Situation können nur jeweils zehn Personen der Performance zuschauen. Reservierungen unter dl@kolumba.de oder telefonisch: 0221 93319317). Die frühe Arbeit von Richard Tuttle (*1941) besteht aus zehn Zeichnungen, die mittels einfacher Fäden auf dem Boden ausgelegt werden. Die als Spur darin aufgehobene körperliche Geste eröffnet einen Möglichkeitsraum, innerhalb dessen die Besucher_innen zu selbstbestimmenden Akteuren werden. Die Notationen zu dieser Arbeit zeigen wir in Form eines Künstlerheftes.

Kapitel 3
Esther Kläs (ab 1. Oktober)
Eröffnung: Mittwoch, 30. September, 17 bis 20 Uhr (Eintritt frei)
TON - Performance mit Gustavo Gomes und Esther Kläs
»Wir können uns bewegen. Die Skulptur kann das nicht.« Diese zunächst simpel anmutende Feststellung von Esther Kläs (*1981) öffnet den Raum für die Rezeption ihrer Arbeite; sie benennt eine gleichwertige Präsenz von Werk und Betrachter_in. Unser Verhalten wird dabei bestimmt durch Ausdruck und Charakter der Werke, deren optisch erzeugter Eindruck von Struktur, Dichte und Gewicht bisweilen in die Irre führt. Es erscheint eine Publikation in unserer Reihe der Künstlerhefte

Kapitel 4
Duane Michals (ab 8. Oktober 2020)
Eröffnung: Mittwoch, 7. Oktober, 17 bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Der amerikanische Künstler Duane Michals (*1932) ist ein Grenzgänger zwischen Fotografie, Malerei und Poesie. Das Medium der Fotografie benutzt er in völligem Widerspruch zu den Eigenschaften, die man ihr zuerkennt. In seinen seit der Mitte der 1960er Jahre entstandenen Bildsequenzen finden Metamorphosen statt, in denen Vergangenes gegenwärtig und Unsichtbares sichtbar wird. In unserer Reihe der Künstlerhefte erscheint eine vollständige Veröffentlichung der Serie »Ein Versprechen an Gott«, die Duane Michals im März 2001 auf dem Kolumbagelände realisierte.

Kapitel 5
Bernhard Leitner (ab 15. Oktober 2020)
Eröffnung: Mittwoch, 14. Oktober, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Als Forscher repräsentiert Bernhard Leitner (*1938) einen Künstler, der seine eigenen Werkzeuge erfinden musste, da ihm für seine Untersuchung zum Zeitpunkt des Beginns keine geeigneten Medien zur Verfügung standen. Der Architekt und Städteplaner ist ein Pionier der akustischen Raumkunst. Schon Ende der 1960er Jahre entwickelte er Konzepte, um mit Klängen eine Raum- und damit auch einen Körpererfahrung zu schaffen. Es erscheint eine Publikation in unserer Reihe der Künstlerhefte.
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Kunstmuseum
des Erzbistums Köln

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2020 Kunst und Choreografie

2020 Raimund Girke
2020 Der Ölzwerg
2020 Aufbrüche 89
2020 Robert Klümpen
2020 Heiner Binding
2019 Schulen zu Gast IX
2019 Ulrich Tillmann
2019 Aufbrüche

2019 Schulen zu Gast VII
2018 Attila Kovács
2018 Vorbereitungsbüro
2018 Doppelseiten C&W
2018 Michael Oppitz
2018 Schulen zu Gast VI
2017 ars vivendi – ars moriendi
2017 Pas de deux

2017 Marek Poliks
2017 Eric Hattan
2017 Büro für ...
2017 Barthel Bruyn
2016 Street Art-Projekt
2016 Kurt Benning
2016 Über das Individuum

2016 Schulen zu Gast IV
2016 Bethan Huws
2015 Shopmovies
2015 Anna & Bernhard Blume
2015 Der rote Faden

2015 Museum für Zeichnung
2015 Birgit Antoni: Kino
2014 Schwindel der Wirklichkeit
2014 playing by heart

2014 Achim Lengerer
2014 Bruno Jakob
2013 zeigen verhüllen verbergen

2013 Eucharistie
2013 Norbert Schwontkowski
2013 Pascal Schwaighofer
2012 Art is Liturgy – Paul Thek

2012 Leiko Ikemura
2012 Kunst-Station St. Peter
2012 Volker Saul
2012 Jaromir Novotny
2011 Birgit Antoni
2011 denken

2011 Philipp Wewerka
2010 Mischa Kuball
2010 Noli me tangere!

2010 Heinrich Küpper
2010 Robert Haiss
2010 Renate Köhler
2010 Georg Baumgarten
2009 Stefan Wewerka
2009 Hinterlassenschaft

2009 Koho Mori-Newton
2009 Hermann Abrell
2008 Heiner Binding
2008 Der Mensch verlässt die Erde

2007 Der unendliche Raum…

2006 Im Garten der Wirklichkeit II
2006 Werner Schriefers
2006 Im Garten der Wirklichkeit I
2005 Schenkung Egner
2005 Leiko Ikemura
2005 Arma Christi
2005 Hans Josephsohn
2005 Die koptischen Textilien
2005 Birgit Antoni
2004 Monika Bartholomé
2004 Max Cole
2003 Reliquienkreuze
2004 Heinrich Küpper
2003 Martin Frommelt
2003 150 Jahre!
2002 Attila Kovács
2002 Herbert Falken
2002 Peter Tollens
2001 ars vivendi
2001 Peter Zumthor
2000 Volumen
2000 walkmen
2000 Die Schenkung Härle
2000 Kinderzeichnungen
2000 Über die Wirklichkeit
1999 Andor Weininger
1999 Joseph Marioni
1999 Andy Warhol
1998 Kunsthalle Baden-Baden
1998 Glaube und Wissen
1998 Stephan Baumkötter
1998 Bernd Ikemann
1998 Kabakov Pane u.a.
1998 Hildegard Domizlaff
1997 Cage Tsangaris u.a.
1997 Richard Serra
1997 Manos Tsangaris
1997 Kunst-Station
1997 Klaus vom Bruch
1997 Über den Ort: Kolumba
1996 Über die Ambivalenz
1996 Chris Newman
1996 Peter Tollens
1996 Wolfgang Laib
1996 Über die Farbe
1995 Frühchristliche Kunst
1995 Mischa Kuball
1995 Palast der Kunst
1995 Horn Falken Michals, u.a.
1995 Monika Bartholomé
1993 Tápies Thek Tuttle u.a.
1992 Vaticana
 

 
www.kolumba.de

KOLUMBA :: Ausstellungen :: 2020 Kunst und Choreografie

14. September 2020 – 16. August 2021
Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir
Kunst und Choreografie

Eine Kooperation von Kolumba und tanz.köln

Heinz Breloh, »Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt)«, Anne Teresa De Keersmaeker/Rosas, Esther Kläs, Bernhard Leitner, Duane Michals, Richard Tuttle, Hannah Villiger

»Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir« ist eine Ausstellung mit acht Kapiteln, die sich in einer öffentlichen Aufbauphase fortlaufend verändern und zusammenfügen wird. Sie vereint Arbeiten von Künstler_innen, die herkömmliche Körperbilder einer kritischen Revision unterziehen und in verschiedenen künstlerischen Medien nach anderen Möglichkeiten der Repräsentation suchen. Die Ausstellung holt die Choreografie und den Tanz von der Bühne weg in den Aktionsraum des Museums, um die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten miteinander in Kontakt zu bringen und übergreifende Fragestellungen erlebbar zu machen: Wie kann man einen Körper wiedergeben? Welche Rolle spielen körperliche Erfahrungen und Erinnerungen in der Wahrnehmung von Welt? Gibt es ein spezifisch körperliches Denken? Welche Spuren eines choreografischen Denkens gibt es in der bildenden Kunst? Wie adressiert und inszeniert ein Kunstwerk sein Gegenüber? Ist eine Ausstellung eine Choreografie? Was für eine Rolle spielen dabei institutionelle Regeln und Handlungsanweisungen?

Kapitel 6
Hannah Villiger (ab 22. Oktober)
Eröffnung: Mittwoch, 21. Oktober, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Hannah Villiger beginnt in den frühen 1980er Jahren, ihren Körper mit der Kamera zu erforschen. Im Dialog mit sich selbst – als »kleines Spiel zwischen dem Ich und dem Mir« (Tagebuch 1989) – fotografiert sie sich mit der Polaroidkamera. Die so gewonnenen Bilder vergrößert sie über den Weg eines Zwischennegativs und zieht sie auf Aluminiumplatten, die sie als Einzelbilder zeigt oder zu Blöcken konstelliert. Mit dieser Rückbesinnung auf sich selbst hat Hannah Villiger für die Künstlerinnen der 1990er Jahre und für ein selbstbewusstes Anders-Sehen des Körpers aus weiblicher Sicht Pionierarbeit geleistet. (In enger Zusammenarbeit mit The Estate of Hannah Villiger und mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung sowie der Landis & Gyr-Stiftung).

Kapitel 7
»Büro für Augen, Nase, Zunge, Mund, Herz, Hand und Maske (die alles überdeckt)« (ab 29. Oktober)
Eröffnung. Mittwoch, 28. Oktober, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Nicole Baginski, Tanja Geiß, Patrick Henkel, Eva Kot'átková, Susanne Kümpel, Andreas Maus, Michael Müller, Anna Rossa

Kapitel 8
Heinz Breloh (ab 5. November)
Eröffnung: Mittwoch, 4. November, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)

bisher eröffnet:

Kapitel 1
Anne Teresa de Keersmaeker/ Rosas
»Dark Red« (14. – 20. September, 12 – 17 Uhr)
Als Auftakt und als integraler Bestandteil der Jahresausstellung über Kunst und Choreografie bringt die belgische Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker (*1960) mit ihrer Compagnie Rosas über den Zeitraum von einer Woche während den regulären Öffnungszeiten ein eigens für diesen Ort realisiertes Stück zur Aufführung. »Dark Red« schafft ausgehend von El Grecos Apostelportraits (Toledo) und der Zahl 12 einen Raum gegenseitiger Inspiration: ein Dodekaeder – zwölf Teile von Salvatore Sciarrinos »L’Opera Per Flauto« – zwölf Tänzer. Begleitet werden die Tänzer von zwei Musiker_innen des ICTUS Ensembles. Der von De Keersmaeker eingerichtete Kabinettraum bleibt über die gesamte Dauer der Ausstellung erhalten. Kurzer Film hier

Kapitel 2
Richard Tuttle (ab 24. September)
Eröffnung: Mittwoch, 23. September, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Zur Eröffnung und danach an jedem Samstag findet um 15 Uhr die Aufführung der Arbeit »Ten Kinds of Memory and Memory Itself« statt; mit Jana Griess, Giada Peli, Jovana Petrovska, Almuth Isa Maria Schmidbauer, Katharina Senzenberger, Josefine Simonsen und Amalia Zafeiri; in Kooperation mit dem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. (Aufgrund der Corona-Situation können nur jeweils zehn Personen der Performance zuschauen. Reservierungen unter dl@kolumba.de oder telefonisch: 0221 93319317). Die frühe Arbeit von Richard Tuttle (*1941) besteht aus zehn Zeichnungen, die mittels einfacher Fäden auf dem Boden ausgelegt werden. Die als Spur darin aufgehobene körperliche Geste eröffnet einen Möglichkeitsraum, innerhalb dessen die Besucher_innen zu selbstbestimmenden Akteuren werden. Die Notationen zu dieser Arbeit zeigen wir in Form eines Künstlerheftes.

Kapitel 3
Esther Kläs (ab 1. Oktober)
Eröffnung: Mittwoch, 30. September, 17 bis 20 Uhr (Eintritt frei)
TON - Performance mit Gustavo Gomes und Esther Kläs
»Wir können uns bewegen. Die Skulptur kann das nicht.« Diese zunächst simpel anmutende Feststellung von Esther Kläs (*1981) öffnet den Raum für die Rezeption ihrer Arbeite; sie benennt eine gleichwertige Präsenz von Werk und Betrachter_in. Unser Verhalten wird dabei bestimmt durch Ausdruck und Charakter der Werke, deren optisch erzeugter Eindruck von Struktur, Dichte und Gewicht bisweilen in die Irre führt. Es erscheint eine Publikation in unserer Reihe der Künstlerhefte

Kapitel 4
Duane Michals (ab 8. Oktober 2020)
Eröffnung: Mittwoch, 7. Oktober, 17 bis 20 Uhr (Eintritt frei)
Der amerikanische Künstler Duane Michals (*1932) ist ein Grenzgänger zwischen Fotografie, Malerei und Poesie. Das Medium der Fotografie benutzt er in völligem Widerspruch zu den Eigenschaften, die man ihr zuerkennt. In seinen seit der Mitte der 1960er Jahre entstandenen Bildsequenzen finden Metamorphosen statt, in denen Vergangenes gegenwärtig und Unsichtbares sichtbar wird. In unserer Reihe der Künstlerhefte erscheint eine vollständige Veröffentlichung der Serie »Ein Versprechen an Gott«, die Duane Michals im März 2001 auf dem Kolumbagelände realisierte.

Kapitel 5
Bernhard Leitner (ab 15. Oktober 2020)
Eröffnung: Mittwoch, 14. Oktober, 17 – 20 Uhr (Eintritt frei)
Als Forscher repräsentiert Bernhard Leitner (*1938) einen Künstler, der seine eigenen Werkzeuge erfinden musste, da ihm für seine Untersuchung zum Zeitpunkt des Beginns keine geeigneten Medien zur Verfügung standen. Der Architekt und Städteplaner ist ein Pionier der akustischen Raumkunst. Schon Ende der 1960er Jahre entwickelte er Konzepte, um mit Klängen eine Raum- und damit auch einen Körpererfahrung zu schaffen. Es erscheint eine Publikation in unserer Reihe der Künstlerhefte.